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Du befindest Dich in der Rubrik NEUE BLUES CDs. Hier sind die Rezensionen der Blues CDs, die in den letzten 14 Tagen besprochen worden sind. Infos zu älteren Blues CDs findest Du beim Link “Verzeichnis”. Zur Übersicht geht es zurück mit “Übersicht”, ganz rechts ist der Link zur “Startseite”.

 

 

 

 

NEUE BLUES CDs

Übersicht

Verzeichnis

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BLUES-CLIP DER WOCHE

 MARY BRIDGET DAVIES “PIECE OF MY HEART”

BIG BROTHER & THE HOLDING COMPANY war die Band, in der die legendäre Rock Sängerin “Janis Joplin” erste musikalische Erfahrungen sammelte. Später verliess sie die Band, um eine Solo Karriere zu starten. 2005 gab es in den USA einen Casting-Wettbewerb, bei dem Sängerinnen für eine Musical Show gesucht wurden, um die Rolle der viel zu früh verstorbenen Janis zu interpretieren. MARY BRIDGET DAVIES aus Ohio wurde aus über 150 Wettbewerberinnen ausgesucht und ging dann mit dem Ensemble auf Tournee durch die USA. Im Januar 2012 hat die Sängerin das erstklassige Solo Debüt Album “Wanna Feel Somethin” veröffentlicht. Infos dazu gibt es nach der Werbung :-)

Wer den Clip hier nicht sehen kann, klickt auf diesen Link:
http://www.youtube.com/watch?v=P-Swg0BLClY 

MARY BRIDGET DAVIES im Web:
http://marybridgetdavies.com/

WENN DU DEN VIDEO-CLIP NICHT SEHEN KANNST,
DANN HAST DU JAVA-SCRIPT DEAKTIVIERT

JULIAN FAUTH “Everybody Ought To Treat A Stranger Right”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BLUES

Für Fans von: Tom Waits - John Hammond - John Mayall

KANADA

Ein neuer Name am Blues Firmament? Mitnichten – JULIAN FAUTH veröffentlicht bereits seit 2005 CDs & digitale Alben beim bluesigen Label „Electro- Fi Records“. Beeinflusst ist er von der Schallplattensammlung seines Vaters, in der sich u. a. die Scheiben von „Big Bill Broonzy“, „John Lee Hooker“, und „John Hurt“ befanden. Der Musiker spielt Gitarre, Piano & singt – hat sich seine Musikalität autodidaktisch erarbeitet und legt mit „Everybody Ought To Treat A Stranger Right“ das 4. Studio Album vor. 17 starke Songs gibt es auf der komplett ausgereizten CD (TT: 77:58) – er führt den Hörer durch akustischen, elektrifizierten & von Bläsern gepushten Soul-Blues. Gospel-Flair gibt es im Alternative Folkie „I Hope My Pony Knows The Way Back Home“, in dem mich der Kanadier KEN YOSHIOKA mit tollem Mundharmonika Spiel begeistert.

Julian Fauth - Everybody Out To Teach

VÖ: 20.11.12

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.julianfauth.com/

TRACKLISTING

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LEISTUNGSSTARKE FIRMEN EMPFEHLEN SICH

 

 

 

 

 

 

MARY BRIDGET DAVIES “WANNA FEEL SOMETHIN” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Mary Bridget Davies - Wanna Feel Somethin

TITELVERZEICHNIS:

1. Your Kinda Love
2. Won’t Pay You Mind
3. Same Ol’ Blues
4. Real Thing
5. Gettin’ Stronger
6. Wanna Feel Somethin’
7. Take It To The Limit
8. Trick The Devil
9. Wonderwall
10. Thunder And Lightnin’

Label: Mary Bridget Davies Group

BLUES ROCK

Für Fans von: Janis Joplin - Sharrie Williams - Carolyn Wonderland

USA (OHIO)

Eine Blues Sängerin, die ich bisher noch gar nicht auf meinem musikalischen Speisezettel hatte. MARY BRIDGET DAVIES stammt aus Ohio und war zu Beginn ihrer musikalischen Karriere – man höre & staune – als Dance Pop Sängerin aktiv. Dann wurde sie bei einer Jam Session in einem Club vom Blues Musiker Robert Lockwood Jr. Entdeckt, der ihr den „Blues“ schmackhaft machte. „Wanna Feel Somethin“ heisst ihr im Januar 2012 veröffentlichtes Debüt, das mit einem bluesrockigen „Your Kinda Love“ durchstartet, dann aber gleich mit dem zweiten Stück auf die Vielseitigkeit der Scheibe hindeutet. Im swingenden „Won’t Pay You Mind“ sind es neben der Sängerin vor allem Gitarrist DAVE HAYS und die Brass Section mit Pete Carroll an der Trompete und Nick Rowland am Saxophone, die für Party Stimmung sorgen. Im langsamen „Same Ol’ Blues“ zeigt die hierzulande noch nicht so gut bekannte Blues Diva, warum sie 2005 aus 150 Bewerberinnen für die Hauptrolle des biographischen Musicals „Love, Janis“ ausgewählt wurde, die Rolle der „Janis Joplin“ zu interpretieren.

Auch die anderen Songs sind „absolutely“ hörenswert: Der Funk-Cracker „Real Thing“ führt direkt auf die Tanzfläche, im ultralangsamen Heavy-Blues-Rocker „Gettin’ Stronger“ begeistert ein inbrünstig gespieltes Slidegitarrensolo und der groovige Titelsong „Wanna Feel Something“ wird nach vorne gedrückt von dicken phätten Hammond-Orgel-Riffs. 3 interessante Cover Versionen gibt es auch noch: „Take It To The Limits“ (im Original von den „Eagles“ beschwört sweetsoulige Gospel-Sounds, „Wonderwall“ (O: „Oasis“) wird vocaljazzig dahingehaucht und „Thunder And Lightning“ spielt in der gleichen Liga wie das Original von „Chi Coltrane“.

FAZIT: An alle Fans & Kritiker, die Mary Bridget Davies mit Susan Tedeschi vergleichen: Nö – die gute Susan kommt mir gegen Missus Davies – sorry – eher vor wie ein langweiliges Mädel - Janiva Magness oder – noch besser - Carolyn Wonderland trifft es da schon eher. Geiles Album!

VÖ: 17.01.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://marybridgetdavies.com/

TOURDATEN

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Verschiedene Interpreten “MUSIC CITY - NEW ORLEANS”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

CAJUN & BLUES

Für Fans von: Blues - Cajun - Zydeco - Americana - Roots Rock

SAMPLER (SCHWEDEN)

Die in den USA so beliebte und erfolgreiche TV-Serie Treme hat auch hierzulande das Interesse an Musik aus New Orleans sprunghaft ansteigen lassen. Das 2003 gegründete Stockholmer Label X5 Music Group, das seinen Main Focus auf digitale Veröffentlichungen gelegt hat, hat die Zeichen der Zeit erkannt, weil die ersten beiden Staffeln der Drama-Serie mittlerweile auch in Europa über den Bildschirm gegangen sind. Auf dem Sampler gibt es einen Querschnitt durch authentischen New Orleans-Blues, Cajun, Zydeco, Ragtime - der für diese Stadt so typische Funeral-Marching-Jazz-Blues fehlt allerdings leider gänzlich, aber vielleicht kommt da ja noch einmal eine extra Zusammenstellung. Das komplette Tracklisting für diesen tollen Sampler gibt es wie gehabt auf musikverrueckt.de und im Info-Kasten unten ist der Link zu weiteren interessanten Veröffentlichungen des Labels.

Various Artists - Music City New Orleans

VÖ: 09.10.12

Verfügbar: Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite des veröffentlichenden Labels: http://www.x5musicgroup.com/

TRACKLISTING

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Verschiedene Interpreten “First Came Memphis Minnie”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BLUES

Für Fans von: Bessie Tucker - Memphis Minnie - Rory Block

SAMPLER (KANADA)

“First Came Memphis Minnie” ist eine 47minütige Hommage an die legendäre Country Blues Musikerin MEMPHIS MINNIE, auf dem vom kanadischen Label „Stony Plain Music“ veröffentlichten Sampler gibt es 13 Beiträge von Kolleginnen, die sich von jeher für die Songs der Blues Songwriterin begeisterten. MARIA MULDAUR ist mit einem Löwenanteil von 8 Stücken vertreten, den Rest teilen sich BONNIE RAITT, RUTHIE FOSTER, PHOEBE SNOW und KOKO TAYLAR untereinander auf. Das Interessante an der Geschichte ist, dass das Material so herrlich authentisch klingt, als ob es geradewegs in den 40er Jahren aufgenommen worden ist – der Untertitel des klasse Albums könnte lauten: „A Woman – an acoustic guitar – and ... nothing else - but Minnie’s spirit kept alive“ – aber halt: In „I’m Coming Back Home“ und “She Put Me Outdoors” steht mit ALVIN YOUNGBLOOD HART sogar ein Männeken mit am Mikrofon.

Various Artists - First Came Memphis Minnie

VÖ: 09. 10. 12

Verfügbar: CD (Import) & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite des veröffentlichenden Labels: http://www.stonyplainrecords.com/Web/home.asp

TOURDATEN

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The Reverend Peyton’s Big Damn Band “Between The Ditches” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

The Reverend Peytons Big Damn Band - Between

TITELVERZEICHNIS:

1. Devils Look Like Angels VIDEOCLIP
2. Something For Nothing
3. We’ll Get Through
4. Big Blue Chevy ‘72
5. Shut The Screen
6. Shake ‘Em Off Like Fleas
7. Easy Come Easy Go
8. I Don’t Know
9. I Don’t Grind It Down
10. The Money Goes
11. Move Along Mister
12. Between The Ditches
13. Brokedown Everywhere
14. Brown Country Bound

Label: Side One Dummy Records

COUNTRY BLUES ROCK

Für Fans von: John Lee Hooker - Bo Diddley - Hounddog Taylor

USA

Meine Lieblingsfamilie aus den USA macht wieder einmal von sich reden. Nein, es handelt sich natürlich nicht um die „Waltons“ und auch nicht um die „Cartwrights“ von der Ponderosa, sondern um die kleinste (an Zentimetern gemessen) und gleichzeitig qualitativ grösste (was die Musik betrifft) Blues Family der Vereinigten Staaten. Ladies’n’Gentlemen: The Real Dr. Music proudly presents mit “Music Matters” den Vertrieb in Deutschland für THE REVEND PEYTON’S BIG DAMN (FAMILY) BAND! „Between The Ditches“ heisst das mittlerweile fünfte Album des Trios, in dem Chef & Daddy THE REVEREND seiner Gitarre gutturale/erdige/authentische Bluestöne entlockt, seine sympathische Frau BREEZY treibt es – wie es sich für eine ordentliche Blues-Ehefrau auch gehört - mit dem Waschbrett und der 2009 zum Trio gestossene AARON PRESINGER (hat Brüderchen Jayme Peyton ersetzt) verbindet die treibenden Grooves der Beiden mit dem Schlagzeug und allerlei perkussiven Spässen.

Als ich die Band zum ersten Mal vor rund 5 Jahren gehört habe, bin ich fast vom Hocker gefallen vor Begeisterung. Blues dieser Art hatte ich vorher nur von “Hound Dog Taylor” oder “R. L. Burnside” gehört, weil sich die damals angesagte Elite der Blues Musiker nur daran versuchte, die erfolgreiche Musik von Robert Cray oder von Gary Moore zu klonen, heute passiert das Gleiche übrigens mit der Musik von “Joe Bonamassa”, aber das ist eine ganz andere Geschichte, die hier nicht her gehört.

Devils Look Like Angels“ ist der Auftakt zu der 48minütigen Predigt, die den Zuhörer inmitten in die Wälder von Indiana und in die Bayous von Louisiana hineinträgt. Der Song hört sich an, als ob John Lee Hooker persönlich aus seiner Gruft auf die Erde herab gestiegen ist, um den Takt zum Jump’n’Bump Drive zu stampfen. Der Reverend erzählt Anekdoten aus seinem bewegten Leben („Selling Water Drinking Wine - You Can’t Trust Everyone All The Time“), zieht das Tempo an im Slidegitarren-Boogie „Something For Nothing“ und mit den Background Vocals meldet sich zum ersten Mal Wifey Breezy “zu Wort”. „Well Get Through“: Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Setz Dich in ein Kanu und lass Dich vom rootsbluesigen Flow hinein in die “krokodiligen” Sümpfe treiben. Wenn es den Begriff „Cajun-Boogie-Punk-Ballade“ noch nicht gegeben hat, dann habe ich ihn jetzt erfunden!

Wer sich ab & an eine Prise mit authentischer Indianermusik reinzieht, wird sofort hören, dass der „Big Blue Chevy 72“ auf der Grundidee tribaler Stammesrhythmen herumreitet. Zeit, ein begeistertes „Heya Hey!“ anzustimmen, bleibt aber nicht, weil nach 3:47 Minuten der nexte Knaller aus den Lautsprechern hämmert: ”Shut The Screen“ bringt heftigen Boogie-Punk mit brüllenden Gitarrenlicks, wie ich sie sonst nur vom Sumpfmusiker John Fogerty kenne. Eine Kostprobe seiner Fingerpicking-Fertigkeiten gibt der Reverend im Blue(s)grass-Folkie „Don’t Grind It Down“ und hier hat er sich zur Abwechslung einmal eine Mandoline „umgeschnallt“. Sogar „Johnny Cash“-Fans bekommen ihr Fett ab mit dem „Boom-Tschk-Tschk-Tschk“ Drive im hardbluesigen „Brokedown Everywhere“. Ebenfalls nicht vergessen werden darf der Mundharmonika-Blues-Punk-Stomper „The Money Goes“, einer der besten Tracks des superben Albums: Wer bei diesem Stück nicht auf den Tisch springt, sich sein nächstes Bier entkapselt und dann lauthals zum Text im 8seitigen Booklet mit grölt, ist entweder taubstumm, langweilig oder einfach doof.

FAZIT: Authentischer Country Roots Rock Blues wie er gar nicht authentischer sein kann im Jahr 2012. Als der Lord John Lee Hooker zu sich geholt hat, hatte er ein Einsehen mit der Welt und gab der Menschheit einen Prediger namens Reverend Peyton, damit das musikalische Gleichgewicht auf Erden wieder hergestellt wurde. Aber weil er dem Teufel, der die Menschen immer öfter zum hemmungslosen Tanzen verführte, ein Schnippchen schlagen wollte, hauchte er der Musik eine radikale Prise Mojo-Punk ein, die Tänzer veranlasste, dem Satan zu entsagen und im Gegenzug den göttlichen Botschaften von Reverend Peyton zu lauschen. Wundervoll: Dieses grossartige Werk gibt es auch als Vinyl-LP! Auf der Myspace-Seite (Link unten!) gibt es übrigens 5 Songs aus dem 2011er Vorgänger Album!

VÖ: 07.08.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.bigdamnband.com/ & http://www.myspace.com/therevpeytonsbigdamnband

TOURDATEN

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JOANNE SHAW TAYLOR “ALMOST ALWAYS NEVER” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Joanne Shaw Taylor - Almost Always Never

TITELVERZEICHNIS:

1. Soul Station
2. Beautifully Broken
3. You Should Stay, I Should Go
4. Piece Of The Sky
5. Army Of One
6. Jealousy
7. Almost Always Never
8. Tied
9. A Hand In Love
10. Standing To Fall
11. Maybe Tomorrow
12. Lose Myself To Losing You

Label: Ruf Records
Webseite: www.rufrecords.de

BLUES ROCK

Für Fans von: Janiva Magness - Carolyn Wonderland - Ana Popovic

ENGLAND

„Ana Popovic“ war so ziemlich die Erste der jungen weiblichen Gitarristen, die an der berüchtigten „Crossroad“ dem Teufel ihre Seele verkauft haben, als sie sich entscheiden mussten zwischen einem kommerziell wohl erfolgreicheren popmusikalischen Leben oder dem schwierigen Weg auf den seit Jahrzehnten von Männern dominierten Blues Gipfel. Die meisten dieser jungen Musikerinnen brachten eine Menge frischen Wind ins etwas verstaubte Genre, eine davon ist die englische Gitarristin & Sängerin JOANNE SHAW TAYLOR, die ihrem Instrument – wie im ersten Track des neuen Albums zu hören - phätte, „schweinegeile“ (sorry!) Töne entlockt, die wahrscheinlich sogar einen Jimi Hendrix zum amüsanten Applaudieren veranlasst hätten.

Soul Station“ ist nur einer von 12 Blues-Rock-Hämmern auf dem Album „Almost Always Never“, die Blonde mit der rauchigen Stimme hat aber auch ein gute Portion Soul zu bieten – zu hören in „Beautifully Broken“, in dem mich neben dem mitreissenden Gitarrensolo auch der Sound einer „Booker-T.“ Hammond Orgel begeistert. Etwas alternativen Country-Folk-Touch gibt’s in „You Should Stay, I Should Go“ und dass die Musikerin auch mit akustischen Gitarren umgehen kann, zeigt sie in “Army Of One” – sogar einfache langsame Blues Nummern wie „Jealousy“ werden bei ihr zum opulenten Hörvergnügen. Wer im epischen „Standing To Fall“ genau hinhört, wird feststellen, dass die Musikerin in jungen Jahren wohl auch vom heavyrockigen Spiel des „Black Sabbath“ Metallurgen „Tony Iommi“ (ist wie Joanne im englischen Birmingham aufgewachsen) beeinflusst worden ist.

FAZIT: Eine Blondine, die ihrer Gitarre solch dreckig-verzerrte Riffs und Soli entlockt, ist nach dem ersten Blick aufs Cover gar nicht zu vermuten, aber der Blick in ihre Augen sagt: “Hey, Baby! Enjoy me, ‘Cos I’ve Got The Blues! “Almost Always Never” ist ein Album, bei dem die bluesige Sonne aufgeht. Übrigens: Die Gitarristin ist sich nicht zu schade, bei der „Konkurrenz“ auszuhelfen – beim „Diamond Jubilee Concert“ beim Geburtstag der britischen Königin im Juni stand sie auf der Bühne vor dem Buckingham Palast und spielte in der Backup Band von „Annie Lennox“. Natürlich gab sie dort einen Auszug ihres Könnens, in dem sie vor 12.000 Zuschauern einen krachenden Solo vom Stapel liess.

VÖ: 23.09.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.joanneshawtaylor.com/ & http://www.myspace.com/joanneshawtaylor 

TOURDATEN

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KELLY BELL BAND “SHOULD HAVE BEEN YOU” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Kelly Bell Band - Should Have Been You

TITELVERZEICHNIS:

1. Should Have Been You
2. Smooth Talker
3. You Can’t Judge A Book By It’s Cover
4. Don’t Go
5. Bo Diddley Tribute
6. All I Got To Give
7. Noodlemania
8. Headliner
9. Sittin On Top Of The World
10. Stateboro Blues
11. One Kind Favor

Label: Phat Blues Records
Webseite: www.phatblues.com

BLUES ROCK

Für Fans von: Darius Rucker - Lenny Kravitz - John Mayer

USA

Die KELLY BELL BAND gehört hierzulande eher zu den unbekannteren Acts, obwohl die Musiker schon ein paar Jahre lang zusammenspielen, touren und Musik veröffentlichen. Die Gruppe verfügt halt nun einmal nicht über das gewaltige Marketing Instrumentarium, das sich beispielsweise Joe Bonamassa oder Eric Clapton leisten können, obwohl die Musik mindestens genauso gehaltvoll ist. Blues hat sich die Band auf die Fahne geschrieben, beeinflusst sind die Mitglieder des Septetts von Jimi Hendrix, Black Sabbath, Aretha Franklin, James Brown, John Mayer, Muddy Waters und Howlin Wolf und genau dieser vielfältige Rhythm’n’Blues-R&B-Crossover-Cocktail zeigt sich auch in den 11 Songs von „Should Have Been You“. Die Band spielt überwiegend elektrisch-eklektisch, zieht aber auch ab und zu als akustisches „Organic Homegrown“ Set über die Lande und durch die Clubs.

Highlights des aktuellen Albums sind die gospelige Ballade „Smooth Talker“ mit dem einschmeichelnden Saxophon Spiel von Russell McCray, der im jugendlichen Alter vom eigenen Bruder zum Horn gebracht wurde, und der feurige Zydeco-Fetzer „You Can’t Judge A Book By Its Cover“ . Im swingenden „Bo Diddley Tribute” und in „All I Got To Give“ gibt es einen treibenden Mix aus Hip Hop und Funk Elementen – geschmückt mit einem souligen Vocal Beitrag vom zukünftigen Blues’n’Soul Sternchen JULIE CYMEK, die hauptberuflich mit ihrer eigenen Band „Sweet Leda“ unterwegs ist und im Funeral Song „Sittin On Top Of The World“ sitzt der Zuhörer direkt auf dem feierlich geschmückten Sarg, den die Musiker trauernd und rhythmisch groovend durch die Strassen von New Orleans schaukeln. Doch dass es nicht der Blues ist, der hier beerdigt wird, zeigt danach eine äusserst lebendige Version des Klassikers „Statesboro Blues“ mit starkem Mundharmonika Solo.

INFO: Wie heisst es so schön im beiliegenden Info-Blatt? “If you could imagine Muddy Waters wearing a Bob Marley T-shirt, riding on Black Sabbath’s tour bus, on the way to a Parliament Funkadelic concert, listening to a James Brown 8-track tape, humming a Run-DMC song; that would be close to the Kelly Bell Band” - gut getroffen - Vielseitig ist Trumpf bei der KELLY BELL BAND. Die Musiker sind: Kelly Bell (Gesang), Ira Mayfield Jr (Bass), Kevin Ellis (Schlagzeug), Russel McCray (Saxophone), Rahsaan Eldridge (Perkussion), Ryan Fowler (Gitarre) und Derrick Dorsey (Gitarre).

VÖ: 23.09.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.phatblues.com/live/  & http://www.reverbnation.com/kellybellband

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PAT TRAVERS “BLUES ON FIRE” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Pat Travers - Blues On Fire

TITELVERZEICHNIS:

1. Black Dog Blues
2. Nobody’s Fault But Mine
3. Black Water Blues
4. Meat Shakin’ Woman
5. Easy Rider Blues
6. Nobody Knows You When You’re Down And Out
7. Bulldozer Blues
8. You can’t Get That Stuff No More
9. Dark Night Blues
10. Rock Island Blues
11. Jailhouse Blues
12. Death Letter

Label: Cleopatra Records
Website: www.cleorecs.com/

BLUES ROCK

Für Fans von: Rory Gallagher - Johnny Winter - John Campbell

KANADA

Alter Schwede (*)! Ein neues Album von PAT TRAVERS. Der kanadische Gitarrist, dessen Phrasierungen und Soli ich Ende der 1970er Jahre regelrecht „aufgefressen“ habe, um sie in mein eigenes Gitarrenspiel einzuverleiben. Er war neben Rory Gallagher, Johnny Winter, Arlen Roth und Ernie Isley (von den Isley Brothers) einer der Gitarristen, die mich wesentlich beeinflusst haben! Irgendwann Mitte der 80er Jahre war bei Pat die Luft raus und ich habe mich dann – auch weil ich mich dann als DJ eher in der Techno/House/Remix-Ecke ganz anders orientiert habe – gar nicht mehr um seine Platten gekümmert. Ende der 1990er Jahre habe ich mir ein paar seiner inzwischen zahlreich veröffentlichten Scheiben gekauft, aber bis heute noch gar nicht angehört. Jetzt liegt also eine nagelneue CD „Blues On Fire“ im Rezensionsstapel, weil ich im Promotion-Pool von Cleopatra Records bin. Zufälle gibt’s!

Der heutige PAT TRAVERS klingt „heavybluesrockig“ wie zu seinen besten Zeiten und ich bin wirklich überrascht! „Nobody’s Fault But Mine“ kannte ich bisher von „Led Zeppelin“, „John Campbell“ und „Tom Jones“, der kanadische Musiker bringt hier eine ganz scharfe Mississippi-Delta-Blues-Slidegitarren-Version des Klassikers! Und Pat Travers hört sich unglaublicher Weise an wie die „gutturale“ Ausgabe vn Tom Waits. Und damit ist auch die Richtlinie für die folgenden (insgesamt 12) Stücke abgesteckt: Es gibt keine Eigenkompositionen, sondern eine Menge Standards der Blues & Rock’n’Roll Historie, die der Kanadier in seinen Versionen vorträgt. Musik von “Blind Blake” (“Black Dog Blues”)”, “Blind Boy Fuller” (“Meat Shakin’ Woman”), “Tampa Red” (“You Can’t Get Stuff No More”), “Blind Willie McTell” (“Dark Night Blues”) oder “Bessie Smith” (“Black Water Blues”). Eigentlich so notwendig wie ein Kropf, aber qualitativ erstklassig inszeniert und wer auf guten Gitarren-Boogie-Blues- Rock steht und sich schon immer für die Musik von PAT TRAVERS begeistert hat, wird auch dieses Album gerne hören. Begleitet wird der 58jährige übrigens von Doug Bare (Piano, Orgel), Carl Cleaver (Piano) und Sean Shannon (Schlagzeug), den Rest (Gitarren, Bass, Vocals) hat der Chef selbst erledigt.

INFO: Cleopatra Records ist ein kalifornisches Label, das 1992 von Brian Perera gegründet wurde, den ich sogar Mitte der 80er Jahre kennen gelernt hatte, als er selbst noch Musik in einer Cover Band gespielt hat in Huntington Beach. Das Label hat sich spezialisiert auf Re-Issues von “Out Of Print” Platten und auf die Veröffentlichung von Cover Versionen. Ende August kommt eine Special Edition mit einer Live DVD der “O’Jays” in die Läden und da freue ich mich schon jetzt besonders drauf!

(*) derzeitiger Lieblingsausruf von Dr. Music, mit dem er Erstaunen oder Begeisterung kund tut!

Wen es interessiert, ich habe hier mal ein paar Links zusammengetragen mit meinen 5 “Pat Travers-Faves”. Auf Videoclips habe ich verzichtet, weil diese Songs a) meistens nicht in guter Videoqualität vorliegen und b) von deutschen Fans aufgrund der immer noch andauernden Youtube-Gema-Querelen nicht angesehen werden können:

http://www.youtube.com/watch?v=PfUFTYQTB6w

http://www.youtube.com/watch?v=6z_YChE-ZXo

http://www.youtube.com/watch?v=oBf1e6WWWA0

http://www.youtube.com/watch?v=1deQ9FWKmKE

http://www.youtube.com/watch?v=L_2Yxke1wGY

VÖ: 31.07.12

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.pattravers.com/ & http://www.myspace.com/officialpattravers

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PAT O’BRYAN “TEXAS BLUES - ANY BAR ... ANY NIGHT”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

BLUES ROCK

Für Fans von: Hubert Sumlin - Stevie Ray Vaughan - JJ Cale

USA (TEXAS)

Am Anfang bin ich gar nicht begeistert PAT O’BRYAN klingt bemüht & versucht Gefühl & Leidenschaft künstlich zu erzeugen – passt irgendwie nicht. Aber es wird besser: Wenn er relaxt und unaufgeregt die „Blues Avenue“ entlang geht, gefällt es mir wesentlich besser. Das bluesrockige „Black Cat Bone“ legt einen Zahn zu – die rauchige Stimme pass gut. Die Kurve geht jedoch wieder nach unten – immer dann, wenn Pat versucht, wie Michael MacDonald zu singen, das steht ihm weniger gut – zu hören in „Damn Your Eyes“ und ich bin mir fast sicher, dass er diese Scheibe selbst produziert hat, da gehen Übersichtlichkeit & Objektivität schon mal leicht verloren, was Arrangements und Aufnahmeergebnisse angeht. Sehr schön das instrumentale „Two Picks And A Bone“, das mich stark an B. B. King’s „Caledonia“ erinnert. Einfall toll: Der an die Musik von J.J. Cale erinnernde Slidegitarren-Soft-Rocker „Coffee In The Morning“!

Pat O Bryan - Texas Blues

VÖ: 22. 06. 12

Verfügbar: CD & digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Bezug: http://www.reverbnation.com/patobryan

TOURDATEN

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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Sagenhafte Platte, gehört in JEDE Sammlung!
Die Platte für die einsame Insel

Platte für die einsame InselPlatte für die einsame InselPlatte für die einsame Insel

KKKKKKKKKK

Sehr gute Platte, ist genre-spezifisch unter den besten 1000 aller Zeiten an zu siedeln

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Gute Platte, sehr empfehlenswert, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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Ganz gut gelungen, sollte man haben, es gibt aber vergleichbare Platten im Genre

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Kann man hören, rein in die Sammlung und bei Bedarf wieder hervorholen

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Durchschnittliche Platte, sollte man umtauschen dürfen. Nur für Edel-Fans

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Nicht so gelungen, eigentlich überflüssig, nur für dicke Geldbeutel interessant

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Langweilige Platte, kann man seinem Feind zu Weihnachten schenken

KKKKKKKKKK

Schwache Platte, das Cover als Unterlage im Katzenklo und die CD als Untersetzer

KKKKKKKKKK

Grauenhafte Platte, ab damit in den Müllcontainer oder in die Verbrennungsanlage