Neue Grottenmusik

Hier gibt es Rezensionen der schlechtesten Platten die in den letzten 4 Wochen besprochen worden sind. Infos zu älteren Kakastrophen CDs findest Du, wenn Du auf den Button “Grotten-Oldies” klickst. Bei diesen CDs handelt es sich um Scheiben, die so schlecht sind, dass ich Musikfans davor warnen möchte.

 

 

 

 

 

 

 

 

RAVENSCRY “ONE WAY OUT”

Ravenscry - One Way Out sc

TRACKLISTING:

1. Calliope
2. Elements Dance
3. Nobody
4. A Starless Night
5. Redemption I - Rainy
6. Redemption II - Reflection
7. Redemption III - Far Away
8. Embrace
9. Journey
10. Back To The Fire
11. This Funny Dangerous Time
12. My Bitter Tale

TOTAL TIME: 51:02
Label: Warmholedeath
Webseite: www.myspace.com/wormholedeath

TIME:

3:44
4:02
5:26
4:23
4:52
3:58
5:42
4:19
3:21
3:05
3:48
4:20

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SCHRÖCKLICH METAL

Für Fans von: Unsun - Leaves’ Eyes - Jennifer Rush

ITALIEN

„Calliope“ galoppiert – sind meine ersten Gedanken beim Riffing im ersten Stück. Angenehm. Doch dann bin ich regelrecht erschrocken, weil eine Frau mit Operettenstimmchen beginnt, herumzusäuseln. Passt nicht, ist mein zweiter Gedanke! Die Stimme ist zu dünn, singt nicht intonationssicher und passt absolut nicht zu den Heavy Gitarrenriffs. Was haben sich die Musiker von RAVENSCRY denn da wohl gedacht?

Die Sängerinnen ähnlicher Bands (Nightwish, Evanescence oder anderen) haben wesentlich mehr an Power zu bieten, und genau die fehlt hier komplett. Auch das zweite Stück hört sich an, als ob ich Himbeersauce über deftige Bratkartoffeln schütte. Schon mal von einer Gesangsmelodie gehört, junge Dame? 02:37 Minuten sind vergangen im zweiten Stück und ich schüttele den Kopf ob des destruktiven Miteinanders. Progressives Tohuwabohu – vielleicht ist das ja der Anspruch der Band aus Italien?

Es folgt der aktuelle Single Hit „Nobody“ – elektronische Drum-Grooves starten das bisher beste Stück des Albums. GIULIA STEFANI heisst das Burgfrollein, das meines Erachtens viel besser beim Eurovision Song Contest aufgehoben wäre – aber nicht in dieser Mittelalter-Gothic-Whatever-Metal-Gruppe – da ändert das leidenschaftliche Gejodel am Ende des Stücks auch nicht viel. Ich quäle mich weiter durch den restlichen Anteil der Heavy Operetten Schlager (Spielzeit: 51:02 Minuten) und in Minute 01:34 von „A Starless Night“ gibt es sogar einen ziemlich grottigen Timing-Fehler - da hat man wohl ordentlich im Studio gebastelt! Peinlich ist, wenn man es dann auch noch so in aller Deutlichkeit hört!

Und es wird leider nicht besser: “Redemption I und II und III” - beginnt mit etüdenhaftem Pianogeklimper und computergeneriertem Gewitter, Frau Stefani (nicht verwandt und verschwägert mit der Pop Sängerin Gwen Stefani) weint weiter ihre Melodien von der traurigen Gestalt - im Hintergrund zirpt eine keyboardgesteuerte Harfe und verbreitet Tristesse und als Gitarrist Mauro Paga dann auch einen (ganz eindeutig) von Eddie Van Halen abgestaubten Gitarrenriff in den Song wirft, bin ich mit den Nerven am Ende und werfe meinen neuen Lamy Kugelschreiber entnervt an die Wand des Redaktionsbüros.

Der Fairness halber muss ich auch noch erwähnen, dass es am Ende der CD minimal besser wird, als die Band das Tempo an bisschen anzieht und die Sängerin vom groovigen Sound wie in “This Funny Dangerous Games” getragen wird, nur beim schauderhaften “Uuuuuhhhhh!” Refrain zieht es mir regelrecht die Schuhe aus!

VÖ: 26.06.11

Verfügbar: CD & MP3 Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.ravenscryband.com/ & http://www.myspace.com/ravenscryband

KONZERTDATEN

Fazit: Es ist weder Heavy Metal, noch Gothic Metal oder gar kein „Theatrical Metal“ wie ihn die Gruppe gerne propagiert. Es ist ganz einfach eine der fürchterlichsten Rock Platten des Jahres 2011. Aber wer sich mal anhören möchte, wie es klingt, wenn sich “Jennifer Rush” auf einen Heavy Rock Besen schwingt, kommt an dieser Scheibe nicht vorbei!

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VARIOUS ARTISTS “ITALO VS HANDS UP 4”

BAUERN DISCO

Für Fans von: Gülle - Hühnergacka - Schimmelpizza - Eiertequila

ITALIEN

Antiquierte Disco-Techno-Beets donnern den Hörer/Tänzer in die Bewusstlosigkeit. Das Album „Italo Versus Hands Up“ geht in die 4. Runde. Geändert hat sich nicht viel, es gibt weiterhin hämmernde Bauern-Dreschflegel aufs Trommelfell, ab und an versucht sich einer der Produzenten oder Remixer an stimmentfremdenden Vocoder-Sequenzen oder schickt wie in „Princess Of My Love“ einen minderbemittelten „Möchtegern- Rapper“ ins Rennen, dass einem Hardcore-Rap-Erprobten wie mir die Galle hochkocht. „In A Dream“ ist die Aufforderung zum tödlichen Brückensprung, wenn man das fürchterliche Englisch des Protagonisten 5 Minuten lang hat über sich ergehen lassen müssen. („Gamm chier wiss mieh änn driehm ssso wieh gänn steh forräwer dogässer“). Fazit: Schlager-Techno für das Mainstream-Volk, dem es egal ist, zu welchem Schrott getanzt wird, Hauptsache ist, es hämmert, brummt und party-flötet fröhlich-dümmlich vor sich hin. Eine CD, die man im heissen Ofen mit einer Tunfisch-Pizza paaren sollte!

Various Artists - Italo VS Hands Up 4 Ext Versions

VÖ: 25. 02. 11

Verfügbar: CD & MP3 Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite des Labels: http://www.planetamixrecords.com

TRACKLISTING

 

 

 

 

 

 

 

 

ANGUISHED “COLD”

Anguished - Cold

Mein lieber Schwan, die Frau hat es aber faustdick hinter den Ohren! Und all diejenigen, die sich ihr Album „Cold“ mit der richtigen Lautstärke angehört haben, danach auch. Ich verbessere mich: Mit den Ohren. ANGUISH nennt sich das „One Woman Projekt“ einer finnischen Dame und sie präsentiert mit dieser CD ein kreischendes, wüstes Durcheinander, dem nur eines ordentlich fehlt, was das Genre nun halt mal auch irgendwo benötigt: Höllische tiefe Töne. Und wenn es den Begriff „Kreisch-Metal“ noch nicht gibt, habe ich ihn hiermit erfunden. In „Come To Me Satan“ brüllt sie, als ob sie selbst am Spiess steckt, der über dem Feuer gedreht wird. Ob der gute alte Deibel ein Faible hat für so eine durchgedrehte Metal-Mietze? Im gleichen Song singt sie eine weitere Spur und outet sich mit dünnem Stimmchen als “Nicht-Sängerin”.

BLACK METAL

Für Fans von: Tiamat - Catatonia - Kult Ov Azazel

FINNLAND

Ich bin gerne fürs „Extreme“, egal um was es sich handelt. Als alter Ministrant schwärme ich natürlich auch für phättesten Grindcore, denn im musikalischen Bereich ist es mir schlichtweg wurst, in welchem Genre es wild durcheinander geht, aber der 40minütige Stoff, der hier geboten wird, ist schon ultraharter Tobak. Der Sound ist sehr dünn, das bisschen Drums, das zu hören ist, klingt sch***** und die verschiedenen Gitarrenspuren wurde einfach übereinander gelegt und klingen matschig wie der Morast eines ausgehobenen Sumpfes. Intros oder Outros gibt es gar nicht. Sobald die ersten Takte ertönen, beginnt die Prinzessin der Finsternis mit dem Kreischen und genau so gnadenlos werden die Stücke durchgeknüppelt bis zum „abgehackten Schluss“. Zum Ende der CD macht das opferbereite Girlie schlapp, „Tired“ macht seinem Namen alle Ehre – langweilig & müde

Fazit: Absolutely & totally underground – der Sound ist mies – die Botschaft ist klar & deutlich: Folter ist angesagt, die praktizierende Musikerin hat sie schon hinter sich, der „Sado-Metal“-Freak, der sich die CD antun möchte, sollte das bei ohrenbetäubender Lautstarke tun, damit er mitbekommt, wie schön schmerzhaft extremer Black Metal sein kann. Und für alle Girlies, die es der Blackmetallurgin nachmachen möchten – eine Menge Kamillentee einkaufen, denn was hier getrieben wird, geht mit Sicherheit auf die Stimmbänder!

Tipp an die Musikerin: Sounderfahrenen Techniker suchen, das Ganze noch mal abmischen, weil die Grundstruktur auf jeden Fall Potential hat. Ich stehe gerne zur Verfügung, Babe! An einen Nachfolger glaube ich allerdings nicht, denn der finale Schrei auf der CD hört sich an, als ob sich der „beschwörte“ Ziegenhuf das höllische Mädel letzten Endes doch noch ”einverleibt” hat.

VÖ: 09.11.10

Verfügbar: CD

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.myspace.com/anguished666 

KONZERTDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

ADVERSUS “DER ZEIT ABHANDEN”

Adversus - Der Zeit Abhanden

Nachdem in den ersten fünf Minuten gar nichts passiert ausser gepflegter Langeweile (Der Auftakt „Prolog“ besteht aus einem mit Hilfe von Software zusammen geschusterten Keyboard-Soundkonstrukt), jaulen zwei Stimmen (eine verzerrt-kreischende männliche & und eine operettenhaft wimmernde weibliche) zu einem verqueren verwirrenden Rhythmus, der aus Drum-Computern und Keyboard-Gitarren-Riffs besteht. „Gespinste“ heisst der Unruhe verbreitende wirre düstere Track, dem man – wie bei manchen Computerspielen vor Epilepsie gewarnt wird – einen Sticker aufhämmern sollte, der Hyperaktive in Sicherheit bringt, denn bei dieser gefährdeten Menschengattung könnte sich das klangtechnische Tohuwabohu der hessischen Band Adversus lebensbedrohlich auswirken.

GROTTEN ROCK

Für Friedhofswärter - Verrückte Wissenschaftler - Romuald

OFFENBACH

Nach 05:37 Minuten ist das erste wüste Spektakel vorbei. Heavyrockriffig geht’s in Begleitung von fröhlichen Begleitmelodien weiter und die Dame, die hier herum singt (jault), heisst Aysel – irgendwo versucht man sich im Genre Mittelalter-Rock, aber es kommt mir vor, als ob eine fröhlich ausgelassene Horde von Musikern auf die Menschheit losgelassen wird, die vor allem eines braucht: Einen Führer, der sagt, wo es langgeht, denn so wird das überhaupt nichts – und zum ersten Male seit Jahren bin ich wirklich in Versuchung, die CD aus der Schublade zu schmeissen und auf die winterliche, schneebedeckte Strasse zu pfeffern.

Zu allem Übel dudelt jetzt noch ein Leadgitarrist im dritten Stück „Bruder“, um die Verwirrung zum Höhepunkt zu treiben. Im Hintergrund mache ich eine Blockflöte aus, Torsten Rosendorn keift gleich mit gedoppelter Stimme zum Durcheinander – Eventuell gibt es ja findige Journalisten, die diesen Schund mit dem Etikett „neue deutsche Härte“ abtun – es hat mit Härte nichts zu tun. Diese „Musik“ stinkt schlimmer als ein alter Mommark!

Fazit: Nach 77 Minuten und 59 Sekunden sitze ich fassungslos vor den Lautsprechern. Kopfschüttelnd bewundere ich diese Musiker, die solch einen Mist verbrochen haben. Eine Kackastrophen-Platte für Wahnsinnige! Der perfekte Soundtrack fürs Irrenhaus! Der physikalische Datenträger (CD) wird im übrigen inklusive eines 160seitigen Buches in einer Deluxe-Box verkauft, die für Jäger & Sammler eventuell sogar einen Kaufanreiz bietet.

VÖ: 03.12.10

Verfügbar: MP3 Album & CD inklusive Buch

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Webseite: http://www.adversus.de/

KONZERTDATEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

KKKKKKKKKK

Sagenhafte Platte, gehört in JEDE Sammlung!
Die Platte für die einsame Insel

Platte für die einsame InselPlatte für die einsame InselPlatte für die einsame Insel

KKKKKKKKKK

Sehr gute Platte, genre-spezifisch unter den besten 1000 aller Zeiten an zu siedeln

KKKKKKKKKK

Gute Platte, sehr empfehlenswert, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

KKKKKKKKKK

Ganz gut gelungen, sollte man haben, es gibt aber Vergleichbare Platten im Genre

KKKKKKKKKK

Kann man hören, rein in die Sammlung und bei Bedarf wieder hervorholen

KKKKKKKKKK

Durchschnittliche Platte, sollte man umtauschen dürfen. Nur für Edel-Fans

KKKKKKKKKK

Nicht so gelungen, eigentlich überflüssig, nur für dicke Geldbeutel interessant

KKKKKKKKKK

Langweilige Platte, kann man seinem Feind zu Weihnachten schenken

KKKKKKKKKK

Schwache Platte, das Cover als Unterlage im Katzenklo und die CD als Untersetzer

KKKKKKKKKK

Grauenhafte Platte, ab damit in den Müllcontainer oder in die Verbrennungsanlage

 

 

 

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