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Du befindest Dich in der Rubrik Neue Rock CDs. Hier findest Du Infos und Rezensionen von neuen und aktuellen Rock CDs sowie den Rock Videoclip der Woche. Infos zu älteren Rock CDs gibt es beim Link “Verzeichnis”. Zu allen Genres kommst Du mit einem Klick auf die “Übersicht”.

 

 

 

 

 

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BUFFALO SUMMER “SECOND SUMMER”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Buffalo Summer - Second Sun

TRACKLISTING:

01. Money
02. Heartbreakin Floorshakin
03. Make You Mine
04. Neverend
05. As High As The Pines
06. Light Of The Sun
07. Levitate
08. Into Your Head
09. Little Charles
10. Priscilla
11. Bird On A Wire
12. Water To Wine

Label: UDR Music
Web: www.udr-music.com

SOUTHERN BLUES ROCK

Für Fans von: Blackfoot - The Black Crowes - Bad Company

WALES

Braucht die Welt eine weitere Southern Blues Metal Band? Klar, warum nicht, wenn’s so tolles Zeux wie das von BUFFALO SUMMER ist. Das Quartett besteht aus Andrew Hunt (Vocals), Johnny Williams (Gitarre), dem bärtigen Darren King (Bass) und Gareth Hunt (Schlagzeug) und gefällt vor allem Fans der Bands “Black Crowes” und “Bad Company”. Die ersten beiden Stücke “Money” und der mächtige Stadionrocker “Heartbreakin Floorshakin” donnern mit schaukelnden Heavy-Riffs los, den einen oder anderen Riff hat man mit Sicherheit schon von stilistisch ähnlichen Bands gehört, auch die Art, wie Hunt singt, erinnert an einen Mix aus Paul Rodgers und Chris Robinson, Brüderchen Gareth ist vom Produzenten BARRETT MARTIN, der bereits für die Gruppen “R.E.M.” und “QOTSA” an den Reglern gesessen hat, mit einem ultrafetten Drumsound ausgestattet worden und Gitarrist Williams schleudert dem Zuhörer eine Southern-Rock-Breitseite nach der anderen entgegen. Wem der Boogie-Rocker “Make You Mine” verdächtig bekannt vorkommt, hier kreuzen sich der Party Blues Rock von “ZZ Top” und der “Slowride” von “Foghat”. “As High As The Pines” zeigt, dass sich Axeman Williams wohl auch schon des öfteren mit dem finalen Solo von “Zep”s “Stairway To Heaven” beschäftigt hat, “Light Of The Sun” dürfte in einschlägigen Rock Sendern sogar sehr gute Chancen auf Airplay haben - (Achtung Worthülse!) eingängiger Gesang mit guten Harmonien und Ohrwurmcharakter. Hammergeil auch der Slidegitarren-Blues “Levitate”, der von der Wucht des wimmernden Dobros dominiert wird. Mächtig Dampf (183 bpm) macht der Uptempo-Rocker “Into Your Head”, der “Little Charles” dröhnt mit fetzigen Bläser-Sätzen. Auch wenn die Boys aus Swansea das Rad nicht neu erfinden, “Second Sun” ist eines der Schätzchen, das jeder Genre-Fan in seiner Sammlung haben MUSS!

FAZIT: Eine der geilsten Southern Party Rock Scheiben der letzten Monate - “Second Sun” ist das zweite Studio Album der walisischen 2010 gegründeten Band BUFFALO SUMMER und es kommt gerade rechtzeitig für zukünftige Grillfeten und nächtliche Saufgelage in der Pampa.

VÖ: 20.05.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://buffalosummer.net/ & https://youtu.be/T8MWplpq2p0 (EPK “Second Sun”)

TOURDATEN

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ROCK VIDEOCLIP DER WOCHE

MILENRAMA “VIVE LIBRE”

MILENRAMA ist eine 2008 gegründete Band aus Katalanien, die sich stilistisch mit Punk Rock und Hardcore auseinandersetzt und auch in Deutschland eine Menge Fans hat. 2012 haben die Spanier beim Ruhrpott Rodeo Festival gespielt, zwei Studio Alben (2010: Cultura del Autoengaño und 2014: Impotencia Inducida) gibt es bisher, “Vive Libre” ist der aktuelle Videoclip der Gruppe.

Wer den Clip hier nicht sehen kann, klickt auf diesen Link:
https://vimeo.com/153791968

MILENRAMA im Web:
https://milenrama.bandcamp.com/music

WENN DU DEN VIDEO-CLIP NICHT SEHEN KANNST, DANN HAST DU JAVA-SCRIPT DEAKTIVIERT

SIR COLLAPSE “(15.14 mg) AUDIOFIL CITRATE” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page 

ROCK

Für Fans von: QOTSA - Kyuss - Fu Manchu - Pencilcase

DEUTSCHLAND

Ein phättes Brett kommt hereingeschneit von einer Band namens SIR COLLAPSE aus dem schönen Nordrhein-Westfalen. Hätten die blutleeren Borussen am letzten Samstag ihr Pokalfinale mit solcher Vehemenz bestritten, wie sie das Quartett hier an den Tag legt, der FC Beh wäre aus dem Stadion gefegt worden. “Down” donnert los als Alternative-Metal-Stoner-Rock-Keule (ha,ha), “Wake Up” ist melodiöser - fast jazzig - gestrickt, ohne die Vorgabe “druckvolle, wuchtige Riffs” aus den Augen zu verlieren. “Tiny Rope” mutiert zur Mittte zum doomigen Headbänger-Crasher mit ultratiefen Bass-Schwingungen nach dem Motto <how low can you go>. Der schnellste Song “Stalker Walker” (152 bpm) variiert mit diversen Tempi, der Gitarrist lässt einen kurzen Solo vom Stapel, in “Me And My Bike” gibt es beatlesque Vokal- Harmonien zu hören. Frage: Wann kommt mehr von diesem geilen Stoff?

Sir Collapse - EP

VÖ: 03.06.16

Verfügbar: CD & Digitale EP

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://sircollapse.com/ & https://soundcloud.com/sircollapse

TOURDATEN

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SVENSON “AKKORDEON ROCKER”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Svenson - Akkordeon Rocker

01. Mist gebaut  VIDEO
02. Losziehn
03. Ace Of Spades
04. Besoffen  VIDEO
05. I Kissed A Girl
06. Du kommst immer
07. Where The Wild Roses Grow
08. Stay
09. Magische Zeiten
10. Back In Black
11. Come As You Are
12. Sie wartet nicht mehr
13. Hafen
14. Immer noch da

Label: Timezone Records

AKKORDEON ROCK

Für Fans von: Irxn - Elaiza - Flogging Molly - AlascA - Hillarius

DEUTSCHLAND

Es war im Jahr 1960 gewesen, als der Musiker Paul Tesluk sein Akkordeon abschnallte, sich an die Hammondorgel setzte und sich die Band „Johnny & The Hurricanes“ daraufhin über Nacht von einer Polkaband in einer Rock’n’Roll Band verwandelte und mit dem “Red River Rock” einen Riesenhit landete. Über all die Jahre dümpelte das Instrument von da an im Pop-Segment nur noch vor sich hin, abgesehen von gelegentlichen Einsätzen im bluesverwandten Zydeco oder im Tango-Jazz. Anders in der Volksmusik, da war das Akkordeon immer präsent, auch wenn dort die großartigen Instrumentalisten gefehlt haben. Doch in den letzten Jahren war schon während der Internationalen Musikmesse ein Trend hin zum Tasteninstrument wieder deutlich spürbar. Herausragende Musiker, tolle Instrumente vom Bandoneon bis hin zum Knopfakkordeon, in der kommerziellen Musik begeisterten u. a. zuletzt Musiker wie Hubert von Goisern oder der litauische Newcomer Martynas Levickis.

Und so ist es dann auch kein Wunder, dass mich das Album „Akkordeon Rocker“ von der deutschen Band SVENSON nicht unbedingt überrascht, sondern eher erfreut, weil dieses großartige Instrument jetzt wieder vermehrt in der Rock- und Pop Musik ein Standing bekommt. 14 Stücke gibt es auf dem abwechslungsreichen Album. Punkrockig geht’s los in „Mist gebaut“ – SVEN STUMPE aka HERR SVENSON singt sich den Frust von der Seele und viele Musikfans, die genau hinhören, werden feststellen: Hey, der singt ja über mich! <später in der schule war’s noch schlimmer – bei jeder prügelei war ich dabei> oder <ich stand ganz tief auf der karriereleiter – ich fand nur den feierabend toll> und spätestens nach dem dritten Anhören hat sich der Refrain als nicht los zu werdender Ohrwurm manifestiert.

Lemmy Kilmister wäre 100pro überrascht gewesen, hätte er seine „Ace Of Spades“ plötzlich als rootsrockiges Americana-Cover wiedergehört. Singen tun alle Drei, hier ist es JULIA KRUSE, die ansonsten ihren Mann am Bass steht (ha, ha) und das richtig gut hinbekommt. SVEN „Blues Brother“ STUMPE glänzt mit saucoolen Licks und einem technisch exzellenten Gitarrensolo. Es gibt noch weitere Cover Versionen: „I Kissed A Girl“ (Original: Katy Perry!) kommt als melancholischer Folk Rocker mit einer Packung Slidegitarre, das tierisch volxrocknrollende „Back In Black“ (O: AC/DC), der Grunge-Klassiker „Come As You Are“ (O: Nirvana!) und das romantische Duett „Where The Wild Roses Grow“ (O: Nick Cave & Kylie Minogue).

Besoffen“ erinnert an die trinkfreudige Musik irischer Pubrocker („The Dubliners“, „The Pogues“) und ist sogar extrem walzertanzbar. Der Rülpser am Ende des Stücks haut mich fast vom Hocker und hätte eigentlich einen dicken fetten „explicit lyric“ Sticker verdient, ha, ha. Humorvoll-frivole Party-Power mit wirbelndem Akkordeon und Kazoo macht Laune in „Du kommst immer“ und ganz am Ende stehen drei feinfühlige Balladen, von denen mir vor allem der „Hafen“ sehr gut gefällt.

PRODUKTIONSNOTIZEN: In der Band SVENSON spielen JULIA KRUSE (Gesang, Bass), MATTHIAS WILHELM (Akkordeon, Gesang) und SVEN STUMPE (Gesang, Gitarre, Perkussion). Bei den Aufnahmen zu “Akkordeon Rocker” haben FLORIAN SCHAUBE (Schlagzeug) und MARTIN GRIMSEL (Schlagzeug bei “Ace Of Spades” und “I Kissed A Girl”) assistiert. Produziert hat Sven Stumpe, für 6 der deutschsprachigen Titel hat WOLFGANG NIEMEYER die Texte geschrieben

VÖ: 20.05.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.herrsvenson.de/ & https://youtu.be/URS0ZCR_wvw (das feuchtfröhliche Video)

TOURDATEN

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YVI WYLDE “THE SUPERSONIC KARMA”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Ivy Wylde - Supersonic Karma

TITELVERZEICHNIS:

01. Baby I Feel Alright (Radio Edit)
02. Supersonic Karma
03. Never Too Late
04. Stars
05. You Don’t Have To Be Strong
06. Pretty Electric
07. Somebody Stole My TV
08. Every Time You Leave
09. The Wedding Blues
10. Lipstick And Leather
11. Baby I Feel Alright

Label: Timezone Records
Web: www.timezone-records.com

DISCO BLUES ROCK

Für Fans von: Christina Aguilera – Orianthi – Avril Lavigne

DEUTSCHLAND

Britney Spears spielt Banjo, trifft sich in einem Café mit Lady Gaga, beide tanzen hin zum Tresen und treffen dort auf Taylor Swift, die sich gerade mit Brian Setzer unterhält, der auch ‘ne Menge zu sagen hat. Gibt es nicht? Könnte aber so passiert sein, wenn ich mir das erste Stück vom mir vorliegenden Album „The Supersonice Karma“ einer gewissen YVI WYLDE anhöre. Als “Glamrock – Disco – Blues“ wird es vom Label Timezone Records und als „ein bisschen speziell“ von einer Mitarbeiterin (Hi, Charlotte!) angekündigt. Ein Fall für Dr. Music? Yep!

Das scharfe Modell auf dem CD-Cover (ich meine natürlich die wunderschöne schwarze Fender-Axt – ich besitze auch noch eine aus den 70er Jahren) animiert mich dazu, das Album gleich mal in den Player zu hauen. Dass es sich dann doch nicht um eine Original-Fender handelt, erfahre ich erst später. Das erste gutgelaunte Stück “Baby I Feel Alright” ist auf jeden Fall ungewöhnlich – das Banjo wird übrigens selbst von Chefin IVY gespielt.

Im bläsersatz-bubblegum-poppigen Titelsong wirft die Blondine um sich mit einem Haufen bluesiger Licks, stimmlich liegt sie hier noch irgendwo zwischen Deborah Harry (Blondie) und Namensvetterin Kim Wilde, und dann plötzlich: Ab Minute 01:47 brüllt ein elektrisches lautes Gitarrensolo los und erfüllt den Raum: <oh yeah> ruft die Musikerin und mittlerweile ist die Geschichte zu einem harten Blues Rocker mutiert. Modische Vokalklangeffekte beschließen die abwechslunsreiche Songstruktur.

Never Too Late“ ist ein Disco-Rocker a la „Inxs“ und „Prince“ und zwischen den Strophen ist Zeit für einen jaulenden Jammerhakeneinsatz (Gitarristen wissen, was ich meine), der rockige Solo lässt auch nicht lange auf sich warten, in “Stars” gibt’s ebenfalls einen – dieses Mal sogar metallisch eingefärbt - mit technisch anspruchsvollem „Two-Hand-Tapping“. Der ersten “richtigen” Blues kommt mit „You Don’t Have To Be Strong“, in „Pretty Electric“ wird die Slidegitarre ausgepackt <everybody told me – Ivy you have to play the blues – but I always thought I couldn’t – cause in pop have been my roots – so I opened a bottle heineken and smoked a cigarette – suddenly I got the blues – and started playing my bottleneck> der biographische Zugang der Gitarristin zur Materie Blues. Und meine Herren der Schöpfung – auch das Ding mit dem Röhrchen auf dem Finger hat sie drauf! Der beste Song bisher! Es wird lauter: „Somebody Stole My TV“ brettert los mit Heavy Riffs, „Every Time You Leave“ zeigt, dass sich IVY in jungen Jahren auch die eine oder andere „Stevie-Ray-Vaughan“-Scheibe reingezogen haben muss. Ein dickes fettes Highlight kommt mit dem „Wedding Blues“: Knackige Funk-Rock-Gitarre mit artifiziellen Flageoletttönen und scharfer von ACHIM PUTZ gespielter Mundharmonika.

FAZIT: Kein Fall für eingefleischte Puristen! Die „Candy Dulfer“ der Blues-Rock-Gitarre überrascht auf ihrem Album “The Supersonic Karma” mit einem interessanten und gewagten Mix aus Blues, Rock, Disco und Teenie-Pop-Elementen. Unterstützt wurde die exzellent aufspielende Hammerfrau bei den Aufnahmen von Schlagzeuger & Pizzaliebhaber Rolf Hering sowie Bassist Hendrik Müller-Späth.

VÖ: 06.05.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.yviwylde.de/ & https://www.youtube.com/user/WyldeYvi

TOURDATEN

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HANS SØLO “HEAD IN THE AIR”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page (bk)

Hans Solo - Head In The Air

TITELVERZEICHNIS:

01. Dionysos
02. Trust
03. Nicholas
04. /b/
05. Nausjetz
06. Assise
07. Comforting Song
08. Tour Diary
09. Mr. Daydream
10. Schöneweide
11. The Lonely Surfer Of Desert Planet

Label: Record Jet

ART FOLK ROCK

Für Fans von: Jethro Tull - Chris Friedrich - Fairport Convention

DEUTSCHLAND

Han Solo kennt wohl inzwischen jeder SciFi-Fan und Filmliebhaber weltweit, den Namen HANS SØLO sollten sich vor allem Musikfans merken, denn das ist einer der interessantesten Songwriter-Newcomer, die uns in den letzten Monaten untergekommen sind. Dem ruhigen Auftakt „Dionsysos“ folgt mit “Trust” ein erstes kammersinfonisches Highlight mit toll arrangiertem Gesang, schwermütig sägendem Cello und mittelalterlich klingenden Harpsichord. Und dazwischen thront der deutsche Musiker mit einer Stimme, die zunächst an den markant-männlichen Gesang eines gewissen Ian Anderson erinnert. Und als ob ich das entscheidende Stichwort gegeben habe, befinde ich mich urplötzlich in einem Burgareal des 12. Jahrhunderts, in dem die Musiker der Band “Jethro Tull” Platz genommen haben und vor dem Burgherren “Nicholas” ein bretonisch-keltisches Lied epischen Ausmasses zum Besten geben. Aber nachdem ich aus meinem Sekundenschlaf erwacht bin, stelle ich fest: Es sind definitiv nicht die Leute von “JT”, sondern HANS SØLO selbst an der akustischen Gitarre, AMUT und CAROLINE SCHLEMMER an den lieblich weinenden Violinen, BENNI BUTZ am dezent eingesetzten Schlagzeug sowie die beiden Cellisten JUIA GOTTHARD und RAINER JOOSCHULZ. Die eben genannten Musiker sind dann auch noch in den weiteren Stücken des Albums „Head In The Air“ zu hören.

Die große Überraschung wartet aber noch: Zu neoklassischen Schwingungen, wie sie auch einen Johann Sebastian Bach begeistert hätten, singt HANS SØLO in bestem Schwiizerdütsch-Dialekt. Und damit nicht genug: „Assise“ gibt’s mit Banjo und französischsprachigem Gesang, für die Harmoniestimme sorgt hier Gitarristin KATHARINA GNENDINGER. Und wie der (Fast)namensvetter Han Solo mit dem flauschigen Chewbacca immer wieder mal für überraschende cineastische Einfälle gesorgt hat, überrumpelt auch der deutsche Musiker seine Zuhörer mit verblüffendem Spektakel: Der gutgelaunt summende „Comforting Song“ ist erfüllt vom Klang der Ukulele, der südamerikanischen Charango, die Ohren umschmeichelnder Klarinette (CAROLIN ULMER), klingelndem Glockenspiel und steigert sich am Ende zu einem dezent-ambienten Reggae-Rausch. Meisterhaft.

Mit „Schöneweide“ nimmt sich der Komponist noch zwei Stadtteile im Berliner Distrikt Treptow-Köpenick vor und dabei selbst kein Blatt vor den Mund: <discos with music of the worst kind – but the people here don’t care – if police isn’t present – the nazis are – summing up all the small-mindedness>. Und das Beste habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben habe, nämlich meinen persofave “/b/”, ein wundervolles Exponat zeitgenössischer rockmusikalischer Folklore. Ein fröhlliches “Chapeau!” an alle Beteiligten!

FAZIT: Um den intellektuellen Song-Mix zu beschreiben, bediene ich mich des Vergleichs „Jethro Tull“ trifft auf „Peter Gabriel“ trifft auf den barocken Folk von „Pentangle“ (das ist eine Kultfolkband aus England). HANS SØLO hat mit „Head In The Air“ ein folkrockiges Songwriter-Meisterwerk konstruiert, bei dem sich bei jedem Hörgang neue klangliche Entdeckungen offenbaren.

VÖ: 06.05.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://hansprolo.blogspot.de/ & https://hanssolo.bandcamp.com/album/head-in-the-air

TOURDATEN

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KORNELIUS FLOWERS “VINTAGE HEDONIST”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Kornelius Flowers - Vintage Hedonist

TRACKLISTING:

01. Abba
02. Buried As A Child
03. Fire In The Air  VIDEO
04. Evil Head   VIDEO
05. The Girl Who Lives On Heaven Hill
06. Thousand Times
07. I Declare War
08. When Will I Be Your Man
09. I Don’t Believe In Anything
10. The Way You Are
11. The Right Way
12. Hall Of Fame

Label: Sumo Rex Records
Web: www.sumorex.de

ROCK

Für Fans von: Tom Petty – Steve Gibbons – Greg Kihn - Nils Lofgren

DEUTSCHLAND

Eine Rock Gruppe, die über die schwedische Pop Gruppe „Abba“ singt und auch noch einen Songtitel mit den ehemaligen Eurovisionssiegern schmückt, ist mir während meiner bereits über 40jährigen Kritikerlaufbahn auch noch nicht untergekommen. KORNELIUS FLOWERS stellt sich vor mit einem tollen Album, aus dem wir auch spontan einen Song zum Videoclip der Woche gekürt haben. Seine Gitarren sind - wie auf den Fotos im wunderschönen Booklet zu sehen ist - u. a. die Fender Telecaster und die noch kultigere Rickenbacker. Es gibt massig Songs mit Hitpotential und würde KF in den USA praktizieren und Musik veröffentlichen, er würde mit seinen Songs die diversen Charts-Rubriken (von denen es dort etliche für fast jede Stilrichtung gibt) bevölkern, aber in Deutschland dominiert in den Verkaufslisten halt nur überwiegend der tagtäglich nudelnde Teenie und Hausfrauen-Pippifax. So - und nachdem diese Radiosender jetzt auch ihre wohlverdiente Breitseite abbekommen haben, endlich zur Musik:

Buried As A Child“ ist feiner romantischer Heartland-Rock, “Fire In The Air” ist ein Schmankerl für alle “Tom Petty”-Fans, was – gebe ich unumwunden zu – an der tollen von THOMAS HAUSEN gespielten Mundharmonika liegt. „The Girl Who Lives On Heaven Hill“ erinnert mich etwas an den „Breakup Song“ einer gewissen Greg Kihn Band (kennt die noch jemand?) aus den 80er Jahren und hat mindestens genauso viel Hitpotential, BERNIE BREDIN wühlt sich zwischendrin mit bluesigen Gitarrenlicks in den Vordergrund. Geil passend auch die kathedralisch wirbelnde Orgel von NORBERT SCHMITZ. Das Lied hat es - glaube ich spontan zu wissen - schon – ebenfalls in den 80ern – von „Husker Du“ gegeben. Ein Schuss aufs Gemüt ist „Thousand Times“ – ein wunderschöner Pop-Rock-Song! Ein Synthie-Bass-Fundament stützt das Post-Stoner-Rock-Donnerwetter „I Declare War“, das gemeinsam mit Veronique De La Chanson komponierte „When Will I Be Your Man?“ legt noch eine Schippe drauf, was Tempo (160 bpm) und Party Power angeht. Die Dame hat übrigens auch für das tolle Artwork und so nebenbei für den Gitarrensolo in „Abba“ gesorgt. Einen tollen Mix aus Country-Folk-Rock gibt es in „I Don’t Believe In Anything“ zu hören. Sehr schön auch der Einsatz der Pedalsteel (MATT DAWSON). Als Bubblegum-Glam-Rocker-Chapter entpuppt sich die Mannschaft (am Album waren 14 MusikerInnen beteiligt) um KF in „The Way You Are“. Alle Fotos der Beteiligten gibt es auf der offiziellen Webseite.

FAZIT: Wer den Namen KORNELIUS FLOWERS noch gar nicht kennt - der Musiker ist Frontman, Songwriter und Gitarrist der Rock Gruppe “The Shanes”, die ebenfalls schon mit ein paar starken Veröffentlichungen auf sich aufmerksam gemacht hat. Jetzt präsentiert er mit seinem ersten Solo Album “Vintage Hedonist” eine überaus geil produzierte Classic Rock Scheibe, die mit bis zum Besten im Segment gehört, das mir in den letzten Jahren aus deutschen Landen untergekommen ist.

VÖ: 03.06.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.korneliusflowers.com/ & http://www.shanes.de/https://youtu.be/dxvfX9v_yIE

TOURDATEN

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MARIUS TILLY “NEBULA RISING”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page  (ys)

Marius Tilly - Nebula Rising mc

TRACKLISTING:

01. Dinosaur
02. Danger  VIDEO
03. Vespa  AUDIOCLIP
04. Colder Below
05. Animal Serenade
06. Palooza You
07. Solar Woman
08. Orion
09. Slender man
10. Revel Outer Space
11. Son Of A Siren
12. Nebula Rising

Label: MIG Music GmbH
Web: www.mig-music.de 

ALTERNATIVE ROCK

Für Fans von: Lenny Kravitz - Red Hot Chili Peppers - Velvet Revolver

DEUTSCHLAND

MARIUS TILLY verlässt das westfälische terrestrische Bochum und startet durch in die Stratosphäre. Sein neues Monsterkonzept-Album „Nebula Rising“ liegt vor und donnert gleich mit dem monumentalen „Dinosaur“ los. Heavyrockiges Swamp-Feeling wechselt sich ab mit knackig zustechenden Akkord-Kaskaden im Ohrwurm „Danger“, „mothersfiner“ Funk Rock und ein paar psychedelische Schrägelemente bestimmen das Klangbild in „Vespa“, das wir vielleicht sogar demnächst als Hymne der italienischen Motoroller-Community wiederhören, wenn es denn dort jemand entdeckt. Vielleicht schicke ich den Verantwortlichen dort ja einfach mal eine Email? Wer mir zuvorkommen möchte: http://www.vespa.com/de_DE/kontaktier-uns.html Cooler Brother

Soweit so gut, aber den deutschen Musiker lediglich auf den Term „Blues Rock“ festzunageln, würde ihm nicht gerecht. MARIUS TILLY vermischt wie in der „Animal Serenade“ harten Alternative Rock mit poppigen aber keinesfalls kitschig klingenden Elementen und was hat der Mann für einen geilen Gitarrensound (Wen es interessiert: Er spielt ein Modell der “Legacy”-Reihe des von Leo Fender Ende der 70er gegründeten US Herstellers „G&L“)! Mal kucken? http://www.glguitars.com/instruments/TributeSeries/guitars/Legacy-GC-winter-2016/index.asp 

Vor allem in „Palooza You“ ist zu hören, dass der Gitarrist auch ein passabler Sänger ist, Stücke wie „Solar Woman“ und besonders „Orion“ erinnern mich an die Musik eines gewissen „Lenny Kravitz“, als dieser noch mit guten Songs und Ideen aufwartete, ohne sich nur selbst noch zu kopieren. In letztgenanntem Stück gibt es eine geile Fuzz-Gitarre, starke Satzgesänge und zum Ende driftet das Szenario ab in grandiose Space-Rock-Gefilde und da hat er auf dem Weg ins ultraviolette Asteroidenmeer wohl die dort schon seit den 70er Jahren im fernen Kosmos treibenden Funkateers George Clinton und Bootsy Collins getroffen und deren Fans kommen auch richtig fett auf ihre Kosten im psychedelisch schleppenden „Slender Man“ und in „Revel Outer Space“. 

FAZIT: Ohne dem Bochumer Musiker zu nahe zu treten: Der deutsche „Lenny Kravitz“ heißt MARIUS TILLY. Allerdings handelt es sich bei den Songs auf „Nebula Rising“ nicht um einen poppigen Abklatsch der Songs des US-Musikers, sondern um die weiterentwickelte krachende Space-Rock-Variante.

VÖ: 22.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.mariustilly.com/ & https://mariustilly.bandcamp.com/album/nebula-rising

TOURDATEN

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ZAKK WYLDE “BOOK OF SHADOWS II”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page (bt)

Zakk Wylde - Book Of Shadows 2

01. Autumn Changes
02. Tears Of December
03. Lay Me Down
04. Lost Prayer
05. Darkest Hour
06. The Levee
07. Eyes Of Burden
08. Forgotten Memory
09. Yesterday’s Tears
10. Harbors Of Pity
11. Sorrowed Regrets
12. Useless Apologies
13. Sleeping Dogs
14. The King

Label: Entertainment One Music

KUSCHEL ROCK

Für Fans von: Wet Willie - Lynyrd Skynyrd - Hank Williams Jr.

USA

Wie es der Zufall will, liegt in dieser Woche ganz oben auf dem Stapel der zu rezensierenden CDs ein weiteres “wyldes” Album. Der hier vorgestellte Musiker ist aber nicht mit der bereits vorgesellten Saitenspezialistin “Yvy Wylde” verwandt oder verschwägert. Auf den US Rock Gitarristen ZAKK WYLDE ist die Musikwelt zum ersten Male aufmerksam geworden, als ihn der Sänger Ozzy Osbourne in den 80er Jahren völlig überraschend als Nachfolger für den aus seiner Band ausgeschiedenen Jake E. Lee präsentiert hat. Die Album-Performance auf „No Rest For The Wicked“ ließ keine Wünsche offen. Hier stand auf einmal ein junger Newcomer im Focus, der Musiker und Fans gleichermaßen begeisterte. Knapp 33 Jahre später ist der damals 21jährige US Musiker längst im Rockolymp angekommen, nach den „Ozzy“-Aktivitäten und in der von ihm gegründeten Band „Black Label Society“ präsentiert der mittlerweile auch schon 49jährige 20 Jahre nach dem ersten Solo Album „Book Of Shadows“ jetzt die zweite Ausgabe. Wer mit radikallautem Rock rechnet, wird zunächst enttäuscht: „Autumn Changes“ und die „Tears Of December“ sind melodiöse (herbstliche) Rock Balladen ohne metallisches Gedöns. Auch der Rest der 14 Songs schwimmt in ruhigem Fahrwasser und passt sehr gut in die Schublade „Kuschelrock für alte Motorbiker“. Teilweise klingt’s – wie in „Lay Me Down“ – als ob mein Plattenspieler einen Schaden hat und zu langsam läuft – gut gespielt ist zwar alles, aber irgendwie langweilig („Lynyrd Skynyrd“ für Seniorenheime) und tausendfach schon gehört, auch wenn die Gitarrensoli von Mr. Wylde natürlich weiterhin jeden Gitarrenfan erfreuen dürften und den einen oder anderen Song aus seiner Lethargie reissen.. Und je länger das Album fortschreitet, desto mehr entpuppt sich der musikalische Literat als designierter Fan der Southern Rock Bands „Lynyrd Skynyrd“, „Allman Brothers“ und wie sie alle heißen und wer ganz dringend ein Stück benötigt, das die Atmosphäre des Klassikers „Freebird” aufwärmt, muss sich unbedingt „The Levee“ reinziehen, auch wenn der spontane finale Outburst des Originals am Ende komplett fehlt. Und was „Yesterday’s Tears“ betrifft – da hat sich der gute Zakk aba Jeffrey Phillip Wielandt wohl zu oft mit Klassiker „Tuesday’s Gone“ (auch ein „Skynyrd“-Oldie) beschäftigt.

FAZIT: ZAKK WYLDE spielt Southern Rock für Senioren – speziell in den USA dürfte er mit seinem „Book Of Shadows II“ sicherlich eine riesengroße Zielgruppe erreichen, nämlich die stetig ansteigenden „Harley-Davidson-Clubs“ in den dortigen Altersheimen. Gesamtgesehen ganz nett – ich selbst ziehe die Originale von „Skynyrd“, „Allman“, „Molly Hatchet“ und „Little Feat“ vor, weil diese – auch 40 Jahre nach ihrem Release – immer noch mehr Substanz besitzen als diese Kuschel-Klone.

VÖ: 08.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.zakkwylde.com/ & https://twitter.com/zakkwyldebls

TOURDATEN

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STAR DANCER “WELCOME TO MY WORLD” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page  (bt)

SLEAZE ROCK

Für Fans von: Mötley Crue - Def Leppard - Skid Row

USA (MICHIGAN)

Etwas “Guns N’Roses”, ein bisschen “Skid Row” und noch mehr “Mötley” und fertig ist das Gemisch von STAR DANCER, einer neuen Sleaze-Rock-Gruppe aus Detroit, die sich mit dem Debüt Album “Welcome To My World” vorstellt. Knackige groovige Gitarrenriffs, die geile Blues-Stimme von Powerfrau TOSHA OWENS und ein zum himmelschreiendes Gitarrensolo sind das signifikante Merkmal des starken Titelsongs, der mir auch am besten vom gesamten Album gefällt. Der Rest der ingesamt 12 Songs bietet zwar wie “The High & Mighty” und “Unbelievable” (Original von “EMF”) genug Stoff für kommende Pool-Parties und Cruising-Fahrten, klingt aber noch zu sehr wie eine Cover Rock Band beim Versuch, die eigene Identität zu finden. Auch der Bubblegum-Rocker “She’s In Love” mit einem Gastbeitrag von JOAN JETT bleibt recht blass.

Star Dancer - Welcome

VÖ: 20.04.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Der Titelsong des Debüt Albums: https://youtu.be/5T9ULtirv18

TOURDATEN

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PATRICIA VONNE “RATTLE MY CAGE”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page  (bk)

Patricia Vonne - Rattle My Cage

TRACKLISTING:

01. Rattle My Cage
02. Dark Mile
03. Ravage Your Heart
04. Que Maravilla
05. This Cat’s In The Doghouse
06. Bitter Need
07. Dulce Refugio
08. Paris Trance  VIDEO
09. Tequileros
10. Mexicali De Chispa
11. Bitter Need (Rock Version - Bonus Track)

Label: MIG Music GmbH
Web: www.mig-music.de

AMERICANA & TEX MEX

Für Fans von: Imelda May - Linda Ronstadt - Karen Rodriguez

USA (TEXAS)

Die Queen of Americana Roots Rock mit – ich verrat’s gleich am Anfang – einem Hammer-Album! Die als Patricia Rodriguez geborene Sängerin hatte sich zunächst als Schauspielerin versucht und im 1995er Film “Desperado” eine Nebenrolle ergattert, was ihr aber nicht sonderlich schwer gefallen sein dürfte, weil Brüderchen Robert der mittlerweile berühmte Regisseur war und er sollte das Schwesterlein auch in späteren Filmen (“Four Rooms”, “Sin City”) für seine Zwecke einspannen. Parallel begann PATRICIA VONNE, wie sich die Sängerin jetzt nannte, mit ihrer Gesangskarriere, die durch ihren Beitrag “Traeme Paz” zum Soundtrack “Once Upon A Time In Mexico” so richtig in Schwung kommen sollte. In der Tourband von “Tito & Tarantula” sammelte sie genug Erfahrungen, die sie beim 2003er Debüt und auch den nachfolgenden Alben mit einbringen konnte.

Das fünfte Studio Album “Rattle My Cage” ist allerdings bereits 2013 veröffentlicht worden, war damals nur als Import verfügbar, und ist jetzt auch hierzulande - um einen Bonus Track erweitert - endlich regulär zu bekommen. Das Album ist voll bepackt mit Highlights: “Ravage Your Heart” ist bester Heartland Rock mit einem Schluss Country Folk - sein Song zum Tanzen & zum Träumen, “Que Maravilla” eine superbe Midtempo-Rock-Ballade mit phantastisch gespielter Violine von DAVID PERALES, der Rock’n’Roller “This Cat’s In The Doghouse” begeistert mit sattem Bläserarrangemnet (das Tenorsaxophon wird gespielt von JOHNNY RENO).

Mitreissend der latineske Flamenco-Rocker „Dulce Refugio“ mit akustischen Gitarren & Kastagnetten, bluesigen Zydeco-Western-Swing gibt es mit „Paris Trance“, zum Champagne Dinner schrammelt ein Akkordeon, im Vordergrund übernimmt die „Django-Reinhard“-Gedächtnis-Gypsy-Jazz-Gitarre die Führung, die Mikronfonista wechselt gekonnt ins französischsprachige. Mit schwermütigem Tex-Mex-Rock (a la „Tito & Tarantula), zitternden Tremolo-Gitarren und einer leidenschaftlich spanisch intonierenden Sängerin stellen sich die „Tequileros“ vor. Beim Bonus Track “Bitter Need” überrascht, wie sich eine ursprünglich melancholische Ballade (Track 6) plötzlich in ein rockiges Schmankerl (Track 11) verwandeln kann. Und wer jetzt Bock bekommen hat auf das besondere Konzerterlebnis, besorgt sich ein Ticket für eines der 27 Konzerte, die ab 21. September in deutschen Locations geplant sind. Näheres dazu im Tourdatenverzeichnis!

VÖ: 22.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.patriciavonne.com/ & https://vimeo.com/156210828 (Video “Paris Trance”)

TOURDATEN

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CANDLEBOX “DISAPPEARING IN AIRPORTS” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page  (bt)

ROCK

Für Fans von: Bon Jovi - Aerosmith - 3 Doors Down

USA (WASHINGTON)

Seit Anfang der 90er Jahre sind die US-Rocker CANDLEBOX im Geschäft. 2000 gab es nach dem dritten Album die kurzzeitige Auflösung und 2006 die erneute Wiederbelebung der Band. Nach vier Jahren Wartezeit und einigen personellen Umbesetzungen (die Gitarristen Mike Leslie und Brian Quinn sind erstmals mit von der Partie und mit Schlagzeuger Dave Krusen wurde ein verschollen geglaubtes Gründungsmitglied rekrutiert) gibt es wieder mal ein neues Album. „Disappearing In Airports“ ist die Nummer Sechs in der Studio-Alben-Diskographie und stellt 11 neue Songs vor. „Only Because Of You“, „Alive At Last“ und „Crazy“ zeigen die melodiösere und gefühlvolle Seite des Quartetts, „Vexatious“, mein Lieblingsstück „The Bridge“, “Gods Gift” und „I’ve Got A Gun“ stehen für den gutgelaunten altbewährten Party-Rock der Band um den exzellenten Sänger Kevin Martin.

Candlebox - Disappearing In Airports

VÖ: 22.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.candleboxrocks.com/ & Album Highlight: https://vimeo.com/163349646

TOURDATEN

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SANTANA “SANTANA IV”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page  (bk)

Santana - Santana IV

01. Yambu
02. Shake It
03. Anywhere You Want To Go
04. Fillmore East
05. Love Makes The World Go Round
06. Freedom In Your Mind
07. Choo Choo
08. All Aboard
09. Suenos
10. Caminando
11. Blues Magic
12. Echizo
13. Leave Me Alone
14. You And I
15. Come As You Are
16. Forgiveness

LATIN ROCK

Für Fans von: Bersuit Vergarabat - Los Lobos - Mano Negra

USA

Obwohl überall bejubelt, stimmt’s nicht ganz: Die Originalbesetzung der originären “Santana”-Band ist es nicht ganz geworden. Woodstock-Veteran und Bassist David Brown ist vor ein paar Jahren gestorben und die wichtigste Figur im Perkussionsensemble fehlt auch mit dem Timales-Genie Chepito Areas. Aber alle anderen sind gekommen zu den Aufnahmen von “Santana IV”: Organist & Sänger GREGG ROLIE, NEAL SCHON (der damals aber lediglich beim dritten und vierten Album mit von der Partie gewesen ist), Kongaexperte MICHAEL CARABELLO und Drummer MICHAEL SHRIEVE. Die für den “Santana”-Sound so wichtigen Timbales wurden dieses Mal gespielt von KARL PERAZZO und den Bass bediente BENNY RIETVELD.

Der Auftakt “Yambu” ist eher afrikanisch denn lateinamerikanisch, das heavyrockige “Shake It” dagegegen ähnelt der Musik des dritten Bandalbums aus dem Jahr 1971 schon eher, als damals ein uneschriebenes Blatt namens Neal Schon zum ersten Male mit von der Partie gewesen ist im Devadip-Universum, versprüht zwar nicht ganz die Magie alter Zeiten, aber wer wird denn meckern, wenn solch eine Urgewalt wie SANTANA wieder einmal zusammen kommt, um ein neues Album aufzunehmen? Die Gitarre wühlt sich heavyelektronisch in sonische Sphären, lässt den Jammerhaken mit leichtem Feedback wimmern, der gute Carlos hat sich inspirieren lassen vom Miteinander der alten Gefährten und lässt seine PRS nach dem “Schon”-Solo ordentlich pfeifen. Und dann: “Anywhere You Want To Go”! Da ist er - der alte SANTANA Sound! “Oye Como Va”, “Evil Ways” und “No One To Depend On” lassen herzlichst grüssen. Geiler Song! Schön swingendes Orgelsolo, der legendäre Cha-Cha-Rumba-Rhythmus. Instrumentales gibt es mit “Fillmore East”, „You And I“, dem geil abrockenden „Echizo“ und der Klassiker “Europa (Earth's Cry Heaven's Smile)" vom 76er Album „Amigos“ hat mit dem romantischen „Suenos“ ein Brüderchen/Schwesterchen bekommen – lediglich der damalige Gitarrensound bleibt unerreicht, der Meister spielte seinerzeit eine Gibson und die ist - was den Klang betrifft - seinen heutigen “Paul Reed Smith” Modellen auch heute noch meilenweit überlegen, aber das ist lediglich meine subjektive Einschätzung, der Eine zieht nun mal den “Gibson” Sound vor, Andere stehen wiederum auf ganz andere Klampfen.

Gastsänger RONALD ISLEY ist jedenfalls mit dem Tempo in “Love Makes The World Go Round” leicht überfordert, “Choo Choo” macht sogar einen Schwenker in Richtung Disco-Funk-Rock, dazu gibt es sehr gutes Keyboard-Playing von Gregg Rolie. Weitere Highlights des sehr guten Albums sind der gutgelaunte Latin-Rocker „Leave Me Alone“, “All Aboard” und der Perkussions-Party-Ohrwurm „Come As You Are“.

FAZIT: Schade, dass es nicht gelungen ist, die ehemaligen Members Greg Walker und Alex Ligertwood für die Position am Mikrofon zu rekrutieren, aber Keyboarder GREGG ROLIE liefert als Sänger für seine 68 Jahre immer noch eine TOP Leistung ab und schliesslich hat er mit “Black Magic Woman” und “Evil Ways” mit seinem Gesang schon vor knapp 50 Jahren ein paar Rock Klassiker veredelt. Was bleibt? Wo “Santana” draufsteht, steckt “Santana” drin, das neue Album ist absolut keine Enttäuschung, gehört in jede Rock-Sammlung und reiht sich - was die Rangordnung aller bewerteten “Santana”-Alben angeht, mit einem Notendurchschnitt von 1,867 auf dem elften Platz hinter dem 1977er “Festival” ein.

VÖ: 15.04.16

Verfügbar: CD & 2-Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.santana.com/   & https://youtu.be/r3vHslfio7A (“Making Of” zum Album)

TOURDATEN

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BLACK MOUNTAIN “IV” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

SPACE ROCK

Für Fans von: Soundgarden - The Dandy Warhols - Sinoia Caves

KANADA

Neues von den kanadischen BLACK MOUNTAIN. “IV” ist, wie schon der Titel verrät, das vierte Studio Album der 2004 in Vancouver gegründeten Stoner Rock & Psychedelic Space Gruppe, in der seit Anbeginn der Zeiten Stephen McBean, Amber Webber, Matt Camirand, Jeremy Schmidt und Joshua Wells spielen. Sechs Jahre hat es gedauert bis zum neuen Album, das Warten hat sich gelohnt: “Mothers Of The Sun” beginnt mit wuchtigen Gitarrenriffs, das Video besitzt schon jetzt Kultfaktor und auch die “Florian Saucer Attack” wurde visuell mit gelbgrünen Aliens umgesetzt (startet automatisch beim Aufrufen der Website). Das zweistimmig gesungene “You Can Dream” ist eine Reminiszenz an den Psychedelic Pop von “Jefferson Airplane” und das 9minütige “Space To Bakersfield” dürfte vor allem “Pink-Floyd”-Fans umhauen, die sich für die “Dark Side Of The Moon”begeistert haben.

Black Mountain - IV

VÖ: 01.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.blackmountainarmy.com/ & https://youtu.be/_USHKQ4Ntc8 (“Mothers ...”)

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BOSSK “AUDIO NOIR” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POST METAL

Für Fans von: Deafheaven - AYWKUBTTOD - Intronaut

ENGLAND

Nach der Vorstellung des “Cult Of Luna”-Albums in dieser Rubrik kamen ein paar eMails, die ”Mariner” lieber bei den “Metal CDs” gesehen hätten. Ist aber “Kokolores”, um es mit den Worten von Otto Rehagel zu sagen. Post Metal ist kein astreiner Metal und auch wenn’s schwermetallisch wummert, haben wir uns entschlossen, Musik aus diesem Subgenre bei den “Rock CDs” einzustellen. Gleiches gilt für BOSSK, die auf “Audio Noir” abwechselnd “atmospheric ambient rock” und “sludge metal” Elemente darbieten. 47 Minuten lang gibt es Stoff für die postmetallische Shoegaze-Abteilung, ”Kobe” erinnert an die gruseligen Stücke der italienischen “Goblin” und wenn “Sänger” Begley die Sau raus lässt, hört es sich an, als ob sämtliche höllische “Argento-Dämonen” aufeinander treffen. Am 16.04. spielt die Band ihren einzigen Deutschland-Gig beim “Doom Over Leipzig

Bossk - Audio Noir

VÖ: 01.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.bosskonline.com/ & https://bosskband.bandcamp.com/album/audio-noir

TOURDATEN

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PALINDROME “STRANGE PATTERNS”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Palindrome - Strange Patterns

TITELVERZEICHNIS:

01. Carve The Pattern
02. Gone Before
03. Timelessness
04. Mountain Desert
05. Won’t Wake Up
06. Random Accumulation
07. Strange Patterns  VIDEO
08. Infinity

Label: Pantare R&E
Web: www.pantare.com

PROGRESSIVE ROCK

Für Fans von: Skin Diary - Yes (70er) - Mars Volta - Muse

ÖSTERREICH

Die Gruppe, die uns 2013 mit der phantastischen Debüt EP „Bundle These Last Scattered Synapes“ beschenkt hat, meldet sich zurück mit „Strange Patterns“ und dieses Mal ist das Mini Album „eligible“ aufgrund seiner Spielzeit für die Wahl zur CD des Monats respektive des Jahres. (*)

Von vorne: PALINDROME sind eine österreichische Band, die Alternative Rock, Art Prog und experimentellen Psychedelic kombiniert: „Yes“ (der 70er Jahre), „King Crimson“, „Gentle Giant“, aber auch zeitgenössische Ingredienzen wie die bei „Jagga Jazzist“ oder – der Frontfrau geschuldet – der deutschen „Skin Diary“. Die Urgewalt am Mikrofon ist ROSA NENTWICH-BOUCHAL, die alle Register zieht von gefühlvoll melodiös bis rockig laut, die fünf Boys hinter ihr spielen einen komplexen und vielschichtigen Mix, der sich wohl den Terminus tempo rubato zum Vorbild genommen hat und wahrscheinlich visuell als Vorlage für das Cover Artwork gedient hat, das hier als Asteroidengewitter dokumentiert ist. Vielleicht sind’s aber auch lediglich die Biomakromoleküle, die gerade in der Blutbahn des Schlagzeuger-Handgelenks verrückt spielen.

Wild durcheinander geht es vor allem in der „Mountain Desert“, in der Gitarrist MICHEL ANDRIESSEN sich mit einem geilen Shredder-Solo behaupten kann gegen die Kollegen, „Timelessness“ begeistert vor allem durch quer übereinander gelegte Satzgesänge, die sich schräg gegenüberstehen und böse anblitzen, um wütend auseinander zu driften und sich dann doch am Ende harmonisch vereinigen. In „Won’t Wake Up“ verschmilzt die Frontfrau, die ihre Stimme gekonnt wie ein Instrument einsetzt, mit dem dichten instrumentalen Teppich und schmettert komplexe Gesangslinien in atemberaubendem Tempo ins Mikrofon und führt den Artrock-Gesang auf eine neue Evolutionsstufe. Ich kann mir munter vorstellen, dass die Protagonisten der Band nach einer Übungssession erst mal eine beruhigende Dusche benötigen, um die Gemüter zu beruhigen, soviel Energie steckt hier in jedem der Songs drin.

Weiteres Highlight ist „Strange Patterns“: Beginnt mit schwelenden JH-Licks, bei denen ich jeden Moment auf ein jaulendes Feedback warte, ganz kurz blitzt sogar so etwas wie eine poppige Gesangshookline durch und nach einem kurzen ruhigeren Mittelteil übernimmt am Ende apokalyptisches Tohuwabohu wieder die Oberhand. Das finale „Infinity“ ist eine Wahnsinns-Reminiszenz – zumindest empfinde ich das so – an zwei der besten heute unbekannteren Bands der 70er Jahre: Der Fusion-Jazz-Rock von „Backdoor“ und „Ashton, Gardner & Dyke“ trifft aufeinander – was an der schwirrenden Psych-Orgel von MARIO NENTWICH und der artistischen Intensität liegt, mit der Baritonsaxophonist TOM WEBER diesen Song ausschmückt.

FAZIT: Keine Musik für die weichgespülten Ohren der Radiokonsumgesellschaft, sondern ein intellektuelles Prog Rock Meisterwerk, das die Band sogar selbst produziert hat. Das Cover steht ab Anfang April wie 49 weitere zur Wahl in der neuen Rubrik „Cover Artwork des Monats“. Wer wissen möchte, wer für die grafische Umsetzung verantwortlich gewesen ist: www.michaela-hochrathner.com 

VÖ: 08.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.palindrome.at/ &  https://youtu.be/RBXHCTvUnoo (Videoclip “Strange Patterns”)

TOURDATEN

(*) INFO IN EIGENER SACHE: Eine Veröfffentlichung wird nur dann in der Longplay-Kategorie als konkurrenzfähig bewertet, wenn sie eine Mindestlänge von 30 Minuten aufweist. Die 2013er EP “Bundle These Last Scattered Synapes” ist mit ihren 24:53 Minuten Spielzeit nicht in die Album-Kategorie aufgenommen, aber damals in der Rubrik “Neue EPs” vorgestellt und mit einen Notendurchschnitt von 1,650 bewertet worden. Wer die Bewertung lesen möchte, ,klickt auf diesen Link!

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TOWN OF SAINTS “NO PLACE LIKE THIS”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Town Of Saints - No Place Like This

TITELVERZEICHNIS:

01. Modern Life
02. Needle In The Way
03. Short Circuit Breakdown
04. Legions
05. Win
06. Do Ya Say
07. Wurttemberg Calm
08. No Place Like This
09. Shapes
10. It’s Beautiful
11. Hold On

Label: Snowstar Records

ALTERNATIVE ROCK

Für Fans von: Kings Of Leon - Mando Diao - Inxs - The Police

NIEDERLANDE

Unglaublich, wie sich doch manche Stimmen ähneln. Bei den ersten Tönen des vorliegenden Albums glaube ich, einen Song der australischen Band „Inxs“ zu hören. Das kann aber nicht sein, weil deren Sänger Michael Hutchence bereits vor 19 Jahren gestorben ist. Und das Gesamtkonzept der hier präsentierten Formation ist dann doch etwas anders gestrickt als das der Gruppe, deren internationale Karriere mit einem weltweit übertragenen TV-Auftritt beim 84er „Live-Aid“-Festival begonnen hatte. TOWN OF SAINTS heißt die Band, die sich vorstellt mit dem Studio Album „No Place Like This“. „Modern Life“ und „Needle In The Way“ sind die beiden ersten Songs – starker Alternative Pop-Rock mit toll gespielte Violine und gerade hier liegt auch ein bisschen das Alleinstellungsmerkmal dieser Formation – neben der exzellenten Stimme von HARMEN RIDDERBOS und den teils sogar ins afrikanische Griotlager abdriftenden Rhythmusgitarre. Das erste Highlight folgt mit dem schnellen „Short Circuit Breakdown“ – gut tanzbar – erinnert leicht an die Klassiker der schwedischen „Mando Diao“, wenn da nicht – klar – die inbrünstig zwischen den Strophen dudelnde Geige wäre. Aber auch die Schweden haben ja schon einmal mit einem Orchester aufgenommen. Gespielt wird das Instrument übrigens von HETA SALKOLAHTI. Die Gruppe kommt aus dem niederländischen Groningen – die Musiker haben sich vor der Bandinitialisierung als Straßenmusikanten in Österreich getroffen und seit damals sind sie laut Bio zusammen unterwegs. Auch das luftig-leichte „Win“ gefällt gut, im romantisch-ruhigen „Shapes“ übernimmt die Violinistin die singende Hauptrolle, „It’s Beautiful“ macht wieder etwas mehr Tempo und mit dem finalen „Hold On“ ist der Band ein sehr guter Abschluss mit epischem Charakter gelungen. Für den Mai 2016 hat das niederländische Quintett bisher zwei Konzerte für den deutschsprachigen Raum (Hamburg, 11.05. und Berlin, 12.05.) angekündigt.

VÖ: 01.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://townofsaints.com/ &  https://twitter.com/townofsaints

TOURDATEN

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UNDERWORLD “BARBARA, BARBARA,
WE FACE A SHINING FUTURE”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Underworld - Barbara Barbara sc

TRACKLISTING:

01. I Exhale
02. If Rah
03. Low Burn
04. Santiago Cuatro
05. Motorhome
06. Ova Nova
07. Nylon Strung

Label: Alfa Matrix Records
Web: www.alfa-matrix-store.com

ELECTRONIC ROCK

Für Fans von: New Order - The Chemical Brothers - Cabararet Voltaire

ENGLAND

Als leidenschaftliches Fetenhits-Partymonster bin ich bei den ersten Tönen von „I Exhale“ drauf & dran, den antiken Gassenhauer „Eins-Zwei-Kassatschok“ mitzubrüllen. Ob die beiden Hauptpersonen der 1980 gegründeten britischen Gruppe UNDERWORLD eine Ahnung haben, dass dieser originäre Rhythmus einen uralten russischen Volkslied-Schlager untermauert? Wohl nicht, aber das ist nur eine kleine Girlande am Rande. „Barbara, Barbara. We Face A Shining Future“ (etwa die Barbara, die am Ende von Romero’s Urknall „The Night Of The Living Dead“ die erste Attacke der Zombies auf die Menschheit überlebt?) ist das neue und neunte Album der Electronic Wave Rock Gruppe, den Song selbst gab es bereits im Februar als Single und in der 12” Maxi-Version auch mit zwei coolen Dancefloor-Remixes ausgestattet vom deutschen Stefan Kozalla aka DJ KOZE. Der Studio Take ist aber auch ganz okay und mit 125 beets in der Minnit (statt 114) sogar deutlich schneller. Sechs lange Jahre hat es gedauert seit dem 2010er Album „Barking“, bis endlich wieder neuer Stoff angekommen ist. „If Rah“ ziert ein federnder Dance-Groove mit der hypnotisch schnurrenden Stimme von Chefsänger Karl Hyde, der sich wirklich nicht hinter den Kollegen von New Order oder Joy Division verstecken braucht. „Low Burn“ wird überdeckt von einer schwebenden dreampoppigen Chillout-Synthie-Wolke, „Santiago Cuatro“ spielt verträumt und vielleicht auch etwas experimentell mit traditioneller Anden-Folklore und bleibt wie das nachfolgende „Motorhome“ in ruhigen Gefilden, was irgendwo auch für „Ova Nova“ gilt trotz seiner 120 beets in der Minute, ist auch gesamtgesehen der poppigste Song des Albums. Tempo und Stimmung werden beibehalten in „Nylon Strung“, wobei ich persönlich mir am Ende auch wieder mal solch einen Kracher wie den 1996er Soundtrack-Knaller "Born Slippy .NUXX" gewünscht hätte.

FAZIT: Schade, dass es am Ende nur 45 Minuten und 7 Tracks geworden sind. Bestimmt gibt es aber vom einen oder anderen - wie bei “I Exhale” geschehen - noch ein paar alternative Remixe, verdient hätte es diese Dance-Wave-Perlen allemal. Und ich gehe jetzt erst einmal zum Archiv und dröhne mich mit dem 1994er Album „dubnobasswithmyheadman“ zu. Kennt Ihr nicht? Bildungslücke. 

VÖ: 18.03.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.underworldlive.com/ & https://soundcloud.com/underworld

TOURDATEN

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CULT OF LUNA & JULIE CHRISTMAS “MARINER”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

POST METAL

Für Fans von: Neurosis - Isis - Callisto - Pelican - Minsk

SCHWEDEN / USA

Die Rubrik “Post-Metal” ist eine der jüngeren Erfindungen der Musikhistorie. Im Subgenre haben gleich ein paar Stilrichtungen ihr zuhause gefunden: “Shoegaze”, “Atmospheric Metal”, “Post-Rock”, “Doom” & “Sludge” bilden die extravagante Mixtur, die einst mit Bands wie “Neurosis” oder “Godflesh” begonnen hat. CULT OF LUNA sind 1998 als Hardcore-Punk-Act gestartet und haben sich für ihr neues Album “Mariner” mit der New Yorker Noisecore-Spezialistin JULIE CHRISTMAS zusammengetan und trotz des fröhlichen Namens der Musikerin gibt es fünf schwerdepressive Radikalwummen, die sich wohltuend zur Beschallung kommender posttraumatischer Apokalypsen eignen. Wer den sechsten Bonus Track “Beyond The Redhift” möchte, den es nur auf Vinyl gibt, muss dafür den fast doppelt hohen Preis löhnen. Highlights: “Chevron” und “The Wreck Of S.S. Needle”.

Cult Of Luna Julie Christmas

VÖ: 08.04.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://cultofluna.com/ & http://juliechristmas.bandcamp.com/ 

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DER KULTIGE ROCKCLIP DER WOCHE

CARMEN “BULERIAS”

Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre gab es die aufregendsten Rock Gruppen der Musikhistorie. Bands wie “Yes”, “Led Zeppelin”, “Ten Years After” oder “Black Sabbath” starteten ihre Karrieren, viele der damaligen Heroes sind auch heute noch aktiv wie “Deep Purple” oder “Uriah Heep”. Eine der unbekannteren - und meistens nur von Insidern geschätzten - Gruppen war die Formation CARMEN, die vom US-Mexikaner David Clark Allen gegründet worden war. Mit Musikern wie John Gascock, der später bei “Jethro Tull “ unterkam, gelang es ihm, als einem der Ersten überhaupt, harten Blues Rock und Flamenco miteinander zu kombinieren. “Bulerias” ist der erste Song vom legendären 1974er Debüt Studio Album “Fandangos In Space”, das zurzeit gemeinsam mit dem 75er Nachfolger “Dancing On A Cold Wind” zum günstigen Preis als digitale Kopie beim Internethändler amazon.de angeboten wird. Habt Ihr die Ansagerin im Videoclip erkannt? Es ist die französische Sängerin Amanda Lear.

Wer den Clip hier nicht sehen kann, klickt auf diesen Link:
http://www.youtube.com/watch?v=rxCGT8l0Rao 

Infos zur Band CARMEN gibt es hier:
http://fandangosinspace.com/fandango/history.shtml

WENN DU DEN VIDEO-CLIP NICHT SEHEN KANNST, DANN HAST DU JAVA-SCRIPT DEAKTIVIERT

EPITAPH “FIRE FROM THE SOUL”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Epitaph - Fire From The Soul

TITELVERZEICHNIS:

01. Nightmare
02. The Way It Used To Be
03. Fighting In The Street
04. No One Can Save Me
05. Any Day
06. Man Without A Face
07. Fire From The Soul
08. Spark To Start A Fire
09. Love Child
10. Sooner Or Later
11. Rondo Alla Turca
12. One Of These Days

Label: MIG Music GmbH
Web: www.mig-music.de

PROG & HARD ROCK

Für Fans von: Thin Lizzy – Wishbone Ash – Horisont – UFO

DEUTSCHLAND

Boaaah, was für eine Überraschung. Da ziehe ich unter den gerade eingegangenen Promo CDs doch tatsächlich ein Album einer Gruppe namens EPITAPH aus dem Umschlag. Da werden Erinnerungen wach! Eine deutsche Band mit absolutem Kultfaktor, eine Band, die es bereits seit den 70er Jahren gibt und die ich irgendwann in dieser Zeit auch Live gesehen habe und die wohl immer noch aktiv ist. Und meine Begeisterung kennt keine Grenzen, als ich beim Recherchieren herausfinde, dass die Gruppe 1969 in meiner Lieblingsstadt Deutschlands gegründet worden ist. Die Formation ist von einem Schotten, einem Engländer und einem Deutschen ins Leben gerufen worden und was sich heute irgendwo anhört wie der eine Witz, in dem vier Nationalitäten eine Flagge auf einem Berg hissen wollen, entwickelte sich damals schnell zur gut gefragten und beliebten Gruppe, die als Support Act schon für so Hochkaräter wie „Rory Gallagher“, „Black Sabbath“, „Yes“ oder den ungarischen „Omega“ unterwegs gewesen sind, wo sie auf der Tour mit letztgenannten Act auch vor über 30.000 Zuschauern spielten. Wenn ich richtig informiert bin, gab es damals das letzte Studio Album 1982. Ich selbst habe nur das 1974er „Outside The Law“.

Zum neuen Stoff: Der beginnt mit dem Kracher „Nightmare“, zweistimmige Gitarren und ein wuchtiger Groove (124 bpm), der zum Tanzen animiert. Und ich verrat’s schon jetzt: „Fire From The Soul“ ist ein Mega-Album geworden! Die jetzige Besetzung mit Cliff Jackson (Gitarre), Bernd Kolbe (Bass), Heinz Glass (Gitarre) und Jim McGillivray (Schlagzeug) spielt einen bombastischen und abwechslungsreichen Mix aus Progressive-, Classic- und Hardrock. Mittlerweile verabreichen mir der Sound der Slidegitarre und himmlisch gute Satzgesänge den tollen Southern Rocker „The Way It Used To Be“. Der gutgelaunte Pubrocker „No One Can Save Me“, kommt mit celtic-folkigem Violinengedudel (gespielt von TIM REESE) und einem wunderschönen Refrain. Im romantischen “Any Day” gibt es Westcoast-„Eagles“-Melodik mit C&W-Flair zu hören. Diese Nummer wäre zur damaligen Zeit mit 100%iger Sicherheit an die Spitze der US-Billboard-Charts marschiert. Ein starkes Stück, das vor allem den Jackson-Browne-Don-Henly-Doobie-Brothers-Fans gefallen dürfte. Der Uptempo-Rocker „Man Without A Face“ sieht wiederum Mr. Glass an der Slidegitarre, auch hier keltisch klingende Mandolinen, Der Titelsong „Fire From The Soul“ beginnt balladesk und vermischt Reminiszenzen an „Wishbone Ash“ und „UFO“ und steigert sich im furiosen Finale zu einem Rock Song mit epischen Ausmaßen. Zum Schluss steht mit dem klassisch rockenden „Rondo Alla Turca“ und „One Of These Days“ ein weiterer Hammer, der mir im Refrain einen versteckten Hinweis darauf gibt, dass die Musiker auch irgendwann einmal “DLR”-Fans gewesen sein müssen. Cooler Brother

FAZIT: Nie war Rock Musik aus Deutschland besser, als es hier die Kultrocker von EPITAPH auf den Punkt bringen. „Fire From The Soul“ ist das 19. Album von EPITAPH (Studio, Live & Kompilationen inbegriffen) und es ist ein Meilenstein der jüngeren deutschen Rock Geschichte geworden. Es kommt mir vor, als ob hier wirklich ein paar Jahre ohne jeglichen Zeitdruck und ohne irgendwelche kommerziellen Vorgaben der Tonträgerfirma zu erfüllen, an herausragenden Songs gefeilt worden ist. Superfeine Produktion – wundervolle Songs, ein rockmusikalisches Meisterwerk! Und eine Frage muss angebracht sein: Warum gibt es von diesem klasse Album bisher kein Vinyl?

VÖ: 18.03.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://epitaph-band.de/ &  https://www.youtube.com/user/EpitaphBand

TOURDATEN

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ADELITAS WAY ”GETAWAY” Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

HARD ROCK

Für Fans von: Soundgarden - Foo Fighters - Skid Row - Incubus

USA (NEVADA)

ADELITAS WAY aus Las Vegas halten sich gar nicht erst mit Intros oder Warm Ups auf, von Beginn an gibt es kernige Rock Riffs und wuchtige Songs aus der Schublade Alternative Rock vergnügt sich mit Southern Metal. Die 2006 gegründete Truppe zeigt auch im 10. Jahr ihres Bestehens, dass sie nach wie vor Spass hat, ihre Fans mit einer krachenden Ladung zuzudröhnen. 6 neue Songs und die 5 von der 2015er EP “Deserve It” gibt es auf dem vierten Longplay - die Kohle für die Aufnahmen des Albums hat der rockige 4er übrigens durch eine auf dem Portal “pledge music” durchgeführte Kampagne zusammen bekommen, bei der Fans die Band finanziell unterstützen konnten. Ob’s alleine daran gelegen hat, dass ein solch geiles Album herausgekommen ist? Auf jeden Fall stelle ich einfach mal die zarte Behauptung in den Raum: “Get Away” ist ihr bisher bester Longplay!

Adelitas Way - Getaway

VÖ: 26.02.16

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.adelitaswaymusic.com/ & https://twitter.com/adelitasway 

TOURDATEN

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ZLANG ZLUT “CROSSBOW KICKS”  Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Zlang Zlut - Crossbow Kicks

TITELVERZEICHNIS:

01. Hit The Bottom
02. Shake Me Up
03. Against The Wall
04. They Gave You Madness
05. Little Demon
06. Rage
07. Freedom Is A Bitch
08. Out Of Control
09. Now
10. Everlasting Dream
11. Get Down

Label: Czar Of Revelations
Web: www.czarofcrickets.com

HARD ROCK BOOGIE

Für Fans von: AC/DC - Rage Against The Machine - George Thorogood

SCHWEIZ

Sehe ich mir die personelle Besetzung an, denke ich an natürlich sofort an die niederländischen „zZz“, die als Duo mit Orgel und Schlagzeug genau so aufgestellt sind. Allerdings fegt mich dann gleich das erste Stückchen mit einer Vehemenz vom Stuhl und ich möchte gar nicht glauben, dass das gerade mal zwei Männeken sind, die hier so derartig dröhnen, wie es manche fünfköpfige Band nicht auf die Reihe bekommt. BEAT SCHNEIDER (Cello, Moog Taurus Pedal) und FRAN LORKOVIC (Drums, Vocals) hören sich an, als ob der gute George Thorogood seinen Amp bis zum Anschlag aufgedreht hat und einen ultraharten Blues-Boogie-Rocker aus den Lautsprechern schickt. Für Fans von AC/DC, Sabbath und Faith No More“ steht dann auch richtiger Weise im Label-Info und das ist sogar noch harmlos beschrieben, als ich mich gerade am zweiten Brecher „Shake Me Up“ ergötze. ZLANG ZLUT nennt sich das Duo, kommt aus der Schweiz und hat eines der besten Duo-Rock-Alben der Neuzeit aufgenommen.

„The White Stripes“ und der hyperaktive Gesang von „David Thomas“ (Pere Ubu) fallen mir ein im folgenden „Against The Wall“ – ein partytauglicher„Beastie-Boy“-Headbanger vor dem Herrn! Ich kann mir ansatzweise vorstellen, was für eine Party abgeht, wenn die zwei Musiker diesen Stoff konzertant ablaufen lassen. Und wer gedacht hat, dass das Pulver nach 5 Stücken verschossen ist, die beiden Schweizer gönnen dem Zuhörer keine Ruhe und blasen einen Hardrock-Hammer nach dem anderen in den Raum! Der midtempo-Mörder „Rage“, die dröhnende (nicht vorhandene) Boogie-Gitarre (vom ebenfalls nicht anwesenden George Thorogood) meldet sich zurück in „Freedom Is A Bitch“ und sägt eine geschickt getarnte Volxmelodie, ein irrer Mundharmonika-Solo krönt den Song zum kultigen Meisterstück! „Out Of Control“ mutiert nach rockigem Beginn zum psychedelischen Jam!Der schräge Metal-Schuhplattler „Everlasting Dream“ und der Hard-Rock’n’Roller „Get Down“ runden eines – und das behaupte ich steif und fest schon mal jetzt Mitte Februar – der besten Rock Alben des Jahres 2016 ab!

FAZIT: Eine 49minütige hardrockende Schlachtplatte – ohne Äxte (Gitarren) zubereitet – und ich habe den 6saiter nicht eine einzige Sekunde vermisst, weil er von BEAT SCHNEIDER und dessen Instrumentarium glänzend kompensiert wird! Und sorry – der Vergleich mit „Faith No More“ hinkt, gegen diese zwei wilden Schweizer sind die US Boys nur lauwarme Lustknaben! ZLANG ZLUT sehe ich eher auf einer Stufe von „Rage Against The Machine“ und klangtechnisch – auch was die göttliche Stimme von Sänger FRAN LORKOVIC betrifft – Texas Hippie Coalition. Das Duo spielt hardrockigen Crossover auf höchstem Niveau! Ich kann’s kaum erwarten, diese zwei Musiker mal Live zu erleben!

VÖ: 05.02.16

Verfügbar: CD & Digitales Album

Kaufempfehlung: K K K K K K K K K K

Web: http://www.zlangzlut.com/ & https://zlangzlut.bandcamp.com/ 

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Legende KAUFEMPFEHLUNGEN

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NDS - 1,749

Sagenhaftes Album, das in JEDE Sammlung gehört, für die einsame Insel

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NDS 1,750

Sehr gutes Album, genre-spezifisch unter den besten 1000 aller Zeiten

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NDS 1,850

Empfehlenswertes Album, gehört in die gut sortierte Plattensammlung

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NDS 1,950

Ganz gut gelungen, es gibt aber vergleichbare Alben im Genre

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NDS 2,050

Kann man hören, rein in die Sammlung, bei Bedarf wieder hervorholen

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NDS 2,150

Durchschnittliches Album, nur für Edel-Fans empfehlenswert

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NDS 2,250

Nicht so gelungen, es gibt Bessere im Genre und auch von diesem Act

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NDS 2,350

Langweiliges Album, Weihnachtsgeschenk für Feinde und Finanzbeamte

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NDS 2,450

Schwaches Album, Cover als Unterlage im Katzenklo - CD als Untersetzer

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NDS 2,550

Grauenhaftes Album, ab damit in die Verbrennungsanlage

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NDS 2,650

Kackastrophal, ein Verbrechen an der musikalischen Menschheit

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